MondReise durch die RauhNächte - Tag 11



Liebe RAUHNACHTigallen,

nun sind wir schon mitten in der 11. Rauhnacht und "erleben den November 2020".

Nun geht es darum, dich selbst neu zuerfühlen, fasse die letzten RauhNächte nocheinmal zusammen und fühle die EntWicklung

Wickle "es" aus ...Was will heraus????

Und nimm genau das, was Du "ausgewickelt" hast - das NEUE - mit ins neue Jahr!

Als Symbol für das neue Leben!



Erinnerst Du Dich an Deinen Traum?
Wie fühlst.Du Dich heute?

Das kommende Jahr ist ein eigenes kleines Leben im ganz großen universellen Leben.

Nutze auch diese RauhNacht, um das NEUE zu erfühlen.

In diesem Sinne ... fühle Dich ins neue Jahr!



Als Symbol stehen uns täglich die zauberhaften Tarot Karten zur Verfügung ... fasse sie nun alle zusammen und ziehe eine Karte für das "gefühlte Neue"!

Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen zauberhaften "Übergang" ins NEUE Jahr ....

Als Ritual schreibt Euch 12 Wünsche für jeden Monat auf und seid gespannt ...

Fühlt Euch wie die Kinder .... die noch das GANZE LEBEN VOR SICH HABEN ....

Guuuuuuten Rutsch 🙏🏼💫🌟👍🤩😅😎😇🍥🧙‍♀🌈💥☄🔥🌻✈🛵🗝🥳🥳🥳🥳🥳

Carpe Noctem

Eure Anja 


Und hier alle MondReisen auf einen Blick 
im neuen Jahr:

MondReise durch die RauhNächte - Tag 10



Liebe RauhNachtigallen,

wir befinden uns mitten in der 10. RauhNacht ... der Vorausschau für den Oktober.

Auch dieser Tag/diese Nacht ist einem Thema gewidmet ... nämlich der:

REISE INS NEUE LEBEN

Erträume Dir vielleicht heute Dein neues Leben oder ein neues Ziel.

SEI DA ... BEVOR DU ANKOMMST

... heißt es in einem Spruch.

Visualisiere klar Deine Träume und lasse es dann los  ... übergib alles dem Universum und sei gespannt, was kommt!

Erinnerst Du Dich an Deinen letzten Traum?

Wie fühlst Du Dich heute?




Nutze die Kraft der Alchemie ... übe Dich in Transformation ... einfach mal so :-)

Hier etwas über den alchemistischen Prozess der Transformation

Auch wir Menschen können uns verwandeln. Geläufig ist uns die Transmutation (Umwandlung von Metallen) als Basis der Alchemie, wie z.B. dass Blei in Gold
verwandelt werden könne. Wir können diesen Prozess auch als Metapher ansehen, dass sozusagen die Seele von ihrem bleiernen Zustand befreit wird und so ihr
eigenes Licht erkennt.
Die Alchemisten glaubten, die Basis der materiellen Welt sei eine prima materia, eine chaotische Urmaterie, welche in die Existenz eintritt, wenn sie eine "Form" erhält. Die "Formen" erschienen als die Elemente: Erde, Wasser, Feuer und Luft. So glaubten die Alchemisten, die unendlich verschiedenen Erscheinungsarten des Lebens seien aus einer Vermischung dieser Elemente in gewissen Proportionen entstanden.

Aristoteles hat die vier Elemente voneinander unterschieden, indem er ihnen vier Qualitäten zuordnete: flüssig, trocken, heiss und kalt. Da jedes Element zwei dieser Grundqualitäten enthält, entsteht eine Matrix von vier möglichen Kombinationen, wobei jeweils eine Qualität vorherrscht:

Grundqualitäten Element in der vorherrschende
Qualität sind:

Heiss + trocken - Feuer/ Hitze
Heiss + flüssig - (oder feucht)
Luft Flüssigkeit
Kalt + flüssig - Wasser / Kälte
Kalt + trocken - Erde / Trockenheit

Die Alchemisten glaubten, dass auch andere Materialien, speziell Metalle, aus den vier Elementen bestünden, in je spezifischer Zusammensetzung. In der modernen psychologischen Praxis könnte man die Probleme der Menschen ebenfalls als Mischung der
vier Elemente auffassen, die wieder in Harmonie gebracht werden können.


Der Ursprung der Alchemie
Die Wurzeln der Alchemie reichen bis in die ägyptische Kultur zurück, wo sie als Ausdruck der Religion wie auch als Kunst und Wissenschaft gepflegt wurde. So wurde Thoth, der ägyptische Gott von Mathematik und Wissenschaft, das Vorbild für die hellenistische Figur
von Hermes Trismegistos (daher: hermetische Kunst), welcher wiederum als Modell für den römischen und dann mittelalterlichen Merkur diente. Die Griechen kamen im 4. Jahrhundert v. Chr. mit der Alchemie in Kontakt, und zwar durch Philosophen, Wissenschaftler und Mystiker, die in jener Zeit in die alten ägyptischen Mysterien eingeweiht wurden. Die Alchemisten des Mittelalters lernten die Kunst von den Arabern in Spanien und Süditalien, die sie von den Griechen übernommen hatten. Im 12. und 13. Jahrhundert verbreitete sich die Alchemie in Westeuropa, ausgehend von Universitäten wie Palermo, Toledo, Barcelona.

Verwandle Dich in alter mystischer Tradition ... die RauhNächte sind ideal dafür ...

Carpe Noctem




MondReise durch die RauhNächte - Tag 9



Ihr lieben RAUHNACHTigallen,

heute ist der Tag der GELASSENHEIT.

Nutze heute den Tag in vollkommener Gelassenheit. Nimm Dir genügend Zeit und sei gelassen - egal, was ist ... lasse es geschehen ... lasse es SEIN.

Erinnerst Du Dich an Deinen Traum?

Wie fühlst Du Dich heute?

Achte auf die heutigen Zeichen ... es sind die Vorboten für den September 2020.


Kennt Ihr Salomo - ein Prediger?

Er spricht so herrlich über das "GegenwärtigSein" ... hierin liegt unendlich viel Gelassenheit:

Hier das Ende seines Textes:

 ... Da merkte ich, dass es nichts besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.

Denn ein Mensch, der da isst und trinkt hat guten Mut bei all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes!

Ich merkte, dass Gottes Werke ewig sind. Man kann weder etwas hinzufügen noch entfernen.

Alles, was geschieht, ist schon längst geschehen und alles, was sein wird ist auch schon längst passiert.

Gott holt hervor, was vergangen ist.

SEIN IST GEGENWART

Vergangenheit mag uns prägen und die Zukunft ängstigen oder Projektionen unserer Hoffnung und Wünsche sein.

Die Schöpfung und das Leben erfahren und genießen wir stets nur im GegenwärtigSein.

Ohne Gegenwärtigkeit gibt es keinen Lebensgenuss.
Nichts sollte in der kurzen Spanne des Augenblicks so drückend sein, dass es uns davon abhält, ihn bewusst zu erleben!

Alles, was uns ängstigt und bedrückt ist Ausdruck des in unserer Erinnerung verengten Gestern und in unserem selbstbegrenzten Blick nach vorn.

Alles hat seine Zeit in unzähligen Augenblicken - auch der Genuss.

Lasse ihn Dir nicht nehmen ... sondern:

NIMM IHN DIR

Mache Dir immer wieder bewusst, mit welchem Reichtum Du gesegnet bist.

Erkenne die göttlichen Geschenke ... die Kraft und die Liebe, die Dir auch in "dunklen Zeiten" zuteil werden.

Nimmst Du sie an?

Vorbehaltlos?

Geschenke werden zum "Nießbrauch" gemacht ...

Zum Gebrauchen und Genießen !

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gelassene RauhNacht 💕🙏




7 STUNDEN - KAPITEL 3

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 



Novelle von Anja Mond - MondGeschichten





KAPITEL 3

John schlief in dieser Nacht besonders entspannt, er erwachte allerdings früher als sonst. Als er auf seinen Wecker schaute, der normalerweise erst um sechs Uhr klingeln würde, bemerkte er, dass es erst genau 3:00 Uhr morgens war. Er hörte immer noch diese neue Melodie, die er zuvor spielte und spürte dem noch immer nach. 

 Er war hellwach, doch er blieb im Bett liegen, er genoss diese Entspannung so sehr, dass er bewegungslos einfach nur da lag und vor sich hinträumte. Sarah, diese ungewöhnliche Frau, sie ist so fern und doch so nah. Er spürte sie nun und sein Geist war still wie noch nie zuvor in seinem Leben. Er dachte zwar nach, doch er verzettelte sich nicht in seinen Gedanken, er dachte zum ersten Mal einfach nur den einen Gedanken: „Ich bin völlig ruhig und entspannt. Sara, ich danke dir.“ „Warum dankst du mir“, fragte Sara, die plötzlich auf seiner Fensterbank saß, und lächelte ihn an. „Sara“, wo um Himmelswillen, kommst du nur immer her, wenn ich dich sehe? Sara setzte sich nun zu ihm ans Bett und er bewegte sich ebenfalls langsam in eine aufrechte Position. „Du rufst mich doch jedes mal“, flüsterte Sara ihm leise ins Ohr, dabei hauchte sie ihren Atem an seine Wange. Ihm war, als käme gerade ein warmer, frischer Wind auf, der ihm ein Gefühl von Nähe und Vertrautheit gab. 

 Er erinnerte sich wieder an die vorangegangene Zeit als Priester und plötzlich stand er als Lorenzo vor Katharina am Fenster seines Klosterzimmers. „Wie bist du hier hereingekommen?“, fragte er Katharina, die ebenfalls wie aus dem Nichts in sein Schlafgemach hineingekommen zu sein schien. „Die Tür stand auf“, sagte Katharina und schaute ihn mit klaren Augen an. Lorenzo wollte die Bediensteten rufen und plötzlich legte Katharina ihm ihren Zeigefinger auf den Mund. Er erstarrte, obwohl er innerlich vor Entrüstung bebte, sie geradewegs hinauskatapultieren wollte, schoss ihm die Wärme ihres Zeigefingers direkt ins Mark. Er wollte sie von sich stoßen und nahm sie bei ihrem Handgelenk, doch anstatt sie wegzubewegen, hielt er ihre Hand und legte sie sich auf seine Wange. 

Wie ein glühend heißer Stein fühlte sich ihre Handfläche an und er nahm ihre andere Hand und hielt sie mit seinen beiden Händen fest. Sie beide standen so eine Weile, Lorenzo vergaß für einen Moment sein Amt und zog ihre Handfläche, die noch immer seine Wange berührte, auf seine Stirn. Katharina löste ihre andere Hand von ihm und legte sie auf den Handrücken der Hand, die gerade auf seiner Stirn ruhte. 

Plötzlich durchströmte Lorenzo eine Energie, die aus der Krone seines Kopfes wie die Lava eines Vulkans geradewegs an seinem ganzen Körper herunterfloss. Innen wie außen, er fühlte sich von Hitze erfüllt und umgeben und konnte kaum noch stehen. Er musste sich hinhocken und so kam es, dass er nun vor ihr niederkniete. Doch Katharina beugte sich sich ebenfalls hinunter und nahm seinen Kopf an ihre Brust. Er roch ihren Duft, wieder dieser leichte Hauch von Jasmin und umarmte plötzlich ihre Hüften. Er grub seinen Kopf in ihren warmen Schoß und war plötzlich wie hypnotisiert, denn er konnte sich weder weiter bewegen noch irgendeinen Gedanken denken. Er hockte einfach nur so da und Katharina hielt seinen Kopf, beide sagten kein einziges Wort. „John“, flüsterte Sara, „wo bist du gerade mit deinen Gedanken?“ 

John schaute sie verblüfft an, wachte er doch soeben aus seiner Trance auf. „Ich verstehe das alles nicht, es ist wie ein Sog, der mich jedesmal aus meinem Körper herauszuziehen scheint, wenn ich dich sehe, wie sagtest du eben? Du meinst, ich rufe dich?“ sagte John etwas verzweifelt. „Aber sicher, du sehnst dich schon so lange nach etwas, was du in dieser Welt nicht zu finden scheinst“, erwiderte Sara ganz sachte. „Du weißt aber nicht wirklich, wonach du suchst, stimmt´s?“ fragte Sara, deutlich energischer. „Ja und nein“, sagte John klar. Ja, ich suche etwas und nein, ich weiß nicht, wonach ich eigentlich suche. Ich suche auch keine Frau, ich hatte viele und doch war ich immer allein. Aber ja ich suche, ich suche vielleicht das Gefühl zufrieden zu sein, ohne dass mich etwas zufriedenstellt. Ich suche etwas, dass mir den Sinn des Suchens erklärt.“ 

 „Oh“, Sara war ganz überrascht, wie John gerade eben ihre Seele streifte. „Der Sinn des Suchens, aha, ja das ist wunderbar John. Der Sinn des Suchens ist der Sinn des Mondes, der Mond lässt die Menschen träumen und das „Suchen“ lässt die Menschen hoffen, dass es etwas gibt, was die Menschen finden könnten. Doch wer nach dem Sinn des Suchens fragt, erkennt vielleicht gerade, dass es gar nichts zu finden gibt.“ John schaute ihr aufmerksam auf die Lippen während er ihr zuhörte und sagte: „Wie meinst du das, es gibt nichts zu finden?“ „Na, was soll es denn zu finden geben?“ fragte sie und lächelte verschmitzt. „Glück, Frieden, Liebe“ entgegnete John. „Glück, Frieden und Liebe, hmm“, Sara wiederholte diese 3 Worte und hauchte sie wie 3 Wolken in die Luft. 

 „Was bedeutet denn Glück für dich?“ John überlegte und antwortete: „Na, wenn ich das wüsste, denn eigentlich müsste ich glücklich sein, doch ich bin es nicht, obwohl ich alles habe. „Glück“, das ist es ja, ich weiß es einfach nicht.“ „Und was bedeutet Frieden für dich?“ fragte sie weiter. „Frieden, John sprach dieses Wort langsam aus, Frieden ist für mich, nicht denken zu müssen, doch das gelingt mir nicht. Und die Liebe war mir schon immer ein Rätsel. „Ach John“, Frieden, Glück und Liebe“, flüsterte Sara sind dein Erbrecht, du bist Frieden, Glück und Liebe, alles ist da, in dir. Öffne dein Herz, spüre deine Kraft, die immer schon da war und auch sein wird. 

Lasse es fließen in dir... „Fließen lassen“, John schaute irritiert. „Wie denn?“ Fließen lassen, es hört sich so einfach an, aber was ist das denn? Einen Eimer Wasser kann ich fließen lassen.“ Sara nahm ihn bei seinen beiden Händen und legte seine rechte Hand mitten auf ihre Brust. „Spürst du mein Herz schlagen?“ fragte sie. John erschrak, was machte sie denn da. „Ja ich spüre deinen Herzschlag, aber was hat das jetzt mit „fließen“ lassen zu tun?“ Sara schaute ihm in die Augen, hielt seine Hand, damit er sie nicht fortnehmen konnte, ganz fest. Und plötzlich wurde John ganz warm in seinen Händen. Sowohl die eine Hand als auch die andere Hand glühte plötzlich vor lauter Energie.“ Na, sagte Sara leise, jetzt spürst du diesen Fluss, oder?“ 

„John seufzte, ja ich spüre mein Blut in den Adern meiner Hände. „Siehst du, meinte Sara, das ist es. Sobald du deinen Kopf ausschaltest und das hast du gerade getan, stimmt´s? Sobald du deinen Kopf ausschaltest, kann „es“ fließen. Was fühlst du gerade? „Was ich fühle?“ entgegnete John in einer leisen Stimmlage, die gebrochen herausströmte“, ich fühle Wärme, ja für einen Moment auch Frieden. „Genau“, meinte Sara, mit dem Frieden fängt es an, gelange zunächst – egal wie – in den Frieden!“ „Aber“, sagte John wieder etwas lauter, ich kann doch nicht immer meine Hand auf deiner Brust lassen“, und lächelte. „Aber du kannst es dir vorstellen, sagte Sara ebenfalls laut. Du kannst dir den Frieden kreieren, indem du dir vorstellst, wie schön es sein kann, wie schön es jetzt zum Beispiel für dich ist, diese Wärme in deinen Händen zu spüren. „Na, nicht nur in meinen Händen“, grinste John nun in sich hinein. Aber er wusste, was sie sagen wollte. Er fühlte sich gerade tatsächlich sehr sehr wohl. Er behielt seine Hand dort und wollte sich nie mehr wieder bewegen. Plötzlich öffnete sich die Tür des privaten Zimmers, in dem sich Katharina und Lorenzo aufhielten. Beide schreckten auf und sahen eine Dame, die mit ihrem strengen Gesicht das jüngste Gericht hätte darstellen können. Lorenzo stand plötzlich aufrecht da und löste sich von Katharina. Beide wussten, was jetzt passieren würde. Lorenzo sprach zu dieser Frau an der Tür: „Ich habe sie, sperren sie sie ein!“ Katharina lief ein Schauer über den Rücken, doch sie ließ sich völlig sprachlos abführen. Ihr Blick war leer, doch ihr Herz glühte vor Schreck und Angst, denn sie wusste, es muss gerade so sein. Lorenzo drehte sich augenblicklich in Richtung Fenster und starrte hinaus. Die Frau an der Tür wies Katharina den Weg auf den Flur und diese ging ohne Abwehr hinaus in den ungewissen neuen Abschnitt ihres Lebens. John schreckte auf, was geschah gerade in seinem Innern. 

Ein Stoß heftigen Schmerzes durchfuhr seine Brust. Er nahm seine Hände von Saras Brust und stand plötzlich aufrecht vor ihr. „Das kann nicht sein, sag, dass das nicht wahr ist,“ schrie er fast Sara an. „Doch sie neigte ihren Kopf und meinte leise, „doch John, es ist noch wahr!“ „Wieso?“ fragte er entgeistert. „Wie kann es noch wahr sein? „Das wirst du gleich bemerken“, entgegnete Sara. Sie hatte ihre Worte kaum ausgesprochen, da klingelte es an der Tür. John, der noch vor Schreck ganz blass war, ging zur Tür und öffnete sie. Polizeibeamte standen mit strengem Gesicht vor ihm und fragten laut: „Verstecken sie hier eine Dame im Alter von ca. 32 Jahren? „Was, wie meinen sie? fragte John entgeistert? „Verstecken sie hier eine Dame?“ wiederholte der Beamte. John war fassungslos, er drehte sich irritiert zu Sara um, doch sie schien fort zu sein. Die Beamten traten an ihm vorbei in seine Wohnung, er stand einfach nur da und war wie gelähmt. 

Sara war fort, wie so oft und er hatte nun überhaupt keine Ahnung mehr, was hier passierte. Die Polizisten fanden nichts, doch sie zeigten John ein Foto, auf dem Sara abgebildet war. „Sie wird gesucht, sie ist eine Mörderin.“ John fiel alles aus dem Gesicht und setzte sich auf den kleinen Hocker, der neben seiner Garderobe stand und ließ sich völlig hängen. Er stammelte was von: „Ich weiß nicht, wovon sie sprechen“, doch die Beamten bemerkten sehr wohl, dass John log. „Sie passen besser auf sich auf, sagte der eine Polizist. Wenn sich diese Dame wieder bei ihnen meldet, so rufen sie uns umgehend an. Sie scheint sie ja auch ins Visier genommen zu haben. Stumm blieb John sitzen und die beiden Herren verschwanden. John saß einfach nur da, nachdem die anderen gegangen waren, alle … auch wohl wieder Sara. Was hat das alles zu bedeuten? John stand auf und setzte sich an sein Klavier, doch seine Finger waren wie gelähmt, er brachte es nicht fertig, sie zu bewegen. Plötzlich spürte er einen Federhauch auf seinem Handrücken, es war, als streichelte ihn etwas sanft, doch er sah nichts und niemanden, doch er vernahm einen sanften Luftstrom, federleicht fühlten sich seine Hände nun an und er spielte auf seinem Klavier. Wieder erfüllte ihn diese Kraft mit der er eine neue Melodie zauberte. Aus Dur wurde Moll und aus Moll wurde Dur. Er versank in eine musikalische Trance und er hörte irgendwann auf zu denken, er wurde eins mit dem Klang, den er gerade selbst zu erzeugen schien, ein Klang, der nicht von dieser Welt war, ein Klang, der nicht aufhörte, der Klang der Welt, er selbst war der Klang, der alles miteinander zu verbinden scheint. 

 Der Klang, aus dem die Menschen geboren wurden. John war eins mit diesem Klang geworden und sah nun auch Sara wieder ganz klar vor sich. Er war nicht von ihr getrennt, er spürte sie so innig, als wäre sie sein Herz. Sie war es! Das ist es, was Himmel und Erde miteinander verbindet … die Sehnsucht, mit dem anderen eins zu sein. John spüre es, gerade jetzt in diesem Augenblick war er nicht mehr „er selbst“, er war ein Wesen, verschmolzen mit einem anderen, ohne körperliche Nähe und doch so spürbar. Mit dieser Sehnsucht und Gewissheit im Herzen, traute er sich gar nicht vorzustellen, was passieren würde, wenn er – sollte er Sara jemals wieder sehen und tatsächlich eins mit ihr werden. Er spürte ein Raunen in seinem Herzen und einen Schauer, der durch seinen Körper floss. Er vernahm ein Zittern von süßester Energie und er bebte von Kopf bis Fuß. Er fühlte eine Kraft in sich, als würde er an einen Strom angeschlossen sein, der ihn völlig mit Lust aber auch mit Energie füllte. So etwas hatte er noch nie erlebt und genoss dieses Gewitter von Tausend und einer Nacht, denn so fühlte es sich an. Wie tausend Sterne, die ihm leuchten und eine Sonne, die ihm brennt. Er saß da und träumte vor sich hin, doch er wusste, es ist kein Traum, es ist totale Realität. 

Er war eins mit allem, eins mit sich, eins mit Sara. In Dankbarkeit und voller bewusster Wahrnehmung seines Gefühles legte sich John nun schlafen. Er war tief entspannt und konnte sich nicht daran erinnern, wann er jemals so eine tiefe Ruhe in sich verspürte. Er fiel in einen tiefen Schlaf und sein Körper war eingehüllt in einer Atmosphäre von Licht und Wärme, so jedenfalls empfand er, als er in seinem Bette lag. Im Traum begegnete er einer Frau, doch er konnte nicht erkennen, ob es Sara war. Diese Frau war eingehüllt in orangefarbener Seide, jedenfalls schimmerte es so glänzend um sie herum. Er versuchte auf sie zuzugehen, doch immer, wenn er ihr sehr nahe kam, wich sie aus. „Wer bist du“, fragte er. Diese in Orange gehüllte Frau lächelte nur. „Warum lachst du“, fragte John. Sie lächelte ihn weiterhin so liebevoll an, dass er nicht weiter fragte, sondern nur auf ihren wunderschönen Mund schaute. Sie hatte einen Mund wie … da erkannte er wieder Sara, doch sie war es nicht, nicht ganz. John war völlig verwirrt. „Sara?“ Fragte er leise, bist du es? Die Frau mit dem schönen Mund lächelte und lächelte und schaute ihn dabei weiterhin total liebevoll an. 

Je mehr er sie anschaute, um so klarer und schöner wurde der orangefarbene Schein um sie herum. Es war als würde um diese Frau herum die Sonne auf und untergehen. So eine Kraft und Energie, die von ihr ausging. Es kribbelte ihm von Kopf bis Fuß. Plötzlich hörte er eine leise Stimme in sich selbst. „Sie ist ein Teil von dir.“ Er war augenblicklich ganz ruhig und lauschte weiter.“ Sie ist ein Teil von dir, vernahm er wieder diese innere Stimme in sich. „Ich bin ein Teil von dir“ … und plötzlich verschwand diese orangefarbene Frau. John wachte schweißgebadet auf und blinzelte mit seinen Augen, die Sonne schien in sein Gesicht und er versuchte sie zu öffnen. Sein Bett war vollkommen zerwühlt, er erinnerte sich an seinen Traum, doch er versuchte nun einen klaren Kopf zu bekommen. Er fragte sich nun schon so lange, was da mit ihm passiert ...

Fortsetzung folgt ...



MondReise durch die RauhNächte - Tag 8


Ihr lieben RauhNachtigallen,

Die heutige RauhNacht gilt dem August nächsten Jahres und hat zum Thema:

WAHRHEIT & KLARHEIT

Tolstoi sagt: "Klarheit ist keine Frage der Form sondern der Liebe."

Wenn es ein allgemeines Gesetz gibt, nämlich der Liebe, dann beinhaltet dieses auch dein Recht, dir deine Wirklichkeit zu schaffen und sie zu leben.

Wahrheit ist immer DEINE Wahrheit, deine Sicht ... deine Wirklichkeit ... dein Plan... dein Tun.

Wahrheit ist, was deinen Herzenswünschen entspringt und entspricht und das erfordert Klarheit.
Zuallererst bei uns selbst  ... um die Dinge aus unserer Warte, aus der Liebe zu uns selbst klar zu sehen, ohne Illusionen und fremde Glaubenssätze ...

... und vor allem: ohne Angst!

Schaffen wir heute also Klarheit über unsere Ziele und unseren Weg!

Klarheit ist ein Gewinn, was andere zunächst vielleicht verstören wird, wenn wir unsere Wahrheit artikulieren.

Fühle in Dich hinein, welche Konsequenzen deine Wahrheit für dich und andere nach sich zieht und teile sie dann mutig denjenigen Menschen mit, die davon betroffen sind.

Was ist zu tun, um Klarheit zu schaffen und um in Liebe zu leben!

Vielleicht gab es eine Botschaft im Traum letzte Nacht?

Achte auf diesen Tag und die Zeichen, die er Dir vielleicht schenken wird.

Wie fühlst Du Dich heute?

Finde Klarheit in Dir.

Eine MondGeschchte zur Klarheit:

KLARHEIT
Ist der Weg klar
Geh ihn und schau nicht zurück
Ist Dein Geist wahr
Lebe und befrei Dich Stück für Stück.
Kein Gang ist zu lang
Kein Wasser zu tief,
Lausche dem inneren Gesang
Und nichts läuft im Leben mehr schief ...
Anja Mond - MondGeschichten

In diesem Sinne

Carpe Noctem


MondReise durch die RauhNächte - Tag 7



Liebe RauhNachtigallen,

Die heutige RauhNacht steht unter dem Stern:

"Liebe Dich selbst und sorge für Dich"

Erinnerst Du Dich an Deinen Traum?

Wie fühlst Du Dich heute?

Was könntest Du Dir Gutes tun?

Die vielleicht turbulente Weihnachtszeit ist vorüber und wir sollten uns gerade heute genügend Zeit für uns selbst nehmen.

Für mich ist z.B. Schreiben Balsam für die Seele ... natürlich mit einem guten .... sehr guten Cappuccino ☕😊



Was gönnt Ihr Euch heute?

Der Juli zeigt sich ... ziehe eine Symbolkarte - falls noch nicht geschehen ... und vielleicht hast Du ja ebenfalls ein Tagebuch, in dem Du alles aufschreibst.




Die vielen Zeichen des neuen Jahres ... halte sie fest und ...

 SORGE FÜR DICH !

... in dieser zauberhaften RauhNacht ... 💕🙏

MondReise durch die RauhNächte - Tag 6


 

Liebe RAUHNACHTigallen,

wir werden immer stiller in der Rauhnacht-Zeit ...

heute ist:

NEUMOND & SONNENFINSTERNIS im STEINBOCK

Das Thema der 6. Rauhnacht lautet:

RUHE FINDEN

Ruhe in Dir .... Ruhe im Wir!

Wie war die letzte Nacht? Erinnerst Du Dich an Deinen Traum?
Wie fühlst Du Dich heute?

Achte auf alle Zeichen und spüre, was Dir Ruhe schenkt und vor allem ...

... was Dir Deine Ruhe nimmt ...



Für die Astrologen unter uns hier noch ein paar nützliche Infos:

Heute ... 26.12.2019: Neumond &
Sonnenfinsternis im Steinbock:

Neubeginn im Zeichen von Realitätssinn und Erfolg

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne. Die Sonne verschwindet und wird wiedergeboren. Astronomisch ist das nur bei einem Neumond, wenn Sonne und Mond genau auf demselben Punkt, am 26.12.19 auf 4 Grad Steinbock und zusätzlich in der Nähe der Mondknotenachse stehen.

Die Sonnenfinsternis, der Neumond im Steinbock deutet auf eine Erneuerung im beruflichen Bereich hin, in dem, was wir als unsere Berufung wahrnehmen.

Gibt es da einen neuen/alten Plan?

Alles, was uns bisher Halt und Stabilität verliehen hat, sollten wir jetzt genauer betrachten:

Wo sind sie nur noch eine Krücke, die weg kann, auch wenn es sich am Anfang nackt anfühlt?

Wo haben wir Verantwortung übernommen und können und wollen unsere Pflichten nicht mehr übernehmen, weil etwas anderes anliegt und wir deshalb den Stab weitergeben sollten?

Was fehlt uns in unseren Saturn-Bereichen, um Autorität und Meister unseres Fachs zu werden?

Wie können wir noch eventuelle Lücken schließen?

Was können wir - gut geplant - Neues anfangen?

Wie können wir Mut zeigen und ein kalkulierbares Risiko eingehen?

Die Sonnenfinsternis steht in Konjunktion zu Jupiter – Glück und Erfolg sind mit Ausdauer machbar!

Nutze also den Neumond in dieser RauhNacht

Ich wünsche Euch einen zauberhaften 2. Weihnachtstag ganz im Sinne der RUHE 🙏🏼 & des NeuBeginns im NeuMond

Carpe Noctem

MondReise durch die RauhNacht - Tag 5




Ihr lieben RauhNachtigallen.... zunächst einmal wünsche ich Euch eine ganz zauberhafte Weihnacht ganz in Eurem Sinne 🌲🙏🏼😇

Die letzte Nacht und der heutige Tag stellt eine Vorausschau auf den Mai 2020 dar.

Wie fühlst Du Dich heute?
Erinnerst Du Dich an Deinen Traum?
Wie verbringst Du Deinen Tag?

Wenn Du all dies in einen Kalender für 2020 schreibst, wirst Du vielleicht überrascht sein, wenn Du es nächsten Mai nachlesen wirst ...



Hier aber nochmal eine Übersicht zu den bisherigen Themen der einzelnen Rauhnächten und den dazugehörigen Monaten.

Januar: Zeit finden! Zeitqualität erspüren.

Februar: Demut & Hingabe, Sich einlassen .... hingeben!

März: Entdecke Deine Herzenskraft..... verzeih & vergib!

April: Finde Deinen Frieden .... in Dir und auf allen Ebenen.

Mai: Ins Vertrauen gehen .....

Der heutige Tag und die letzte Nacht stand unter dem Stern des Vertrauens!!!!

Nur, wenn Du Dir selbst vertraust, kannst Du auch anderen Vertrauen.

Hier eines meiner LieblingsGedichte aus meinen MondGeschichten:




VERTRAUEN
Vertrauen ist leicht
Vertrauen ist schwer
Sich trauen ist mehr
Sich trauen zu vertrauen
Kann Welten erbauen
Verwurzelt im Innern
Vertrauen kann schimmern ...
Anja Mond - MondGeschichten

Mehr MondGeschichten findest Du unter:
https://yoga-carpe-diem.blogspot.com/p/mond-geschichten.html?m=1


In diesem Sinne vertrauen wir auf eine besinnliche WeihNacht 🎅👼💕


MondReise durch die RauhNächte - Tag 4



Nur so ganz kurz in die Heilige Nacht - die heilige Zeit ... hineingeflüstert 🙏🏼😇 ..... der letzte Tag ....der Heilige Abend .... erinnerst Du Dich noch an Deinen Traum?

Wie fühlst Du Dich heute?

Heute geht es um den 4. Monat des Jahres 2020, dem "April" ....und er steht für etwas ganz Wunderbares ....

nämlich für:

FRIEDEN FINDEN

Schenke Dir selbst Frieden und sinne nach über

DEINE ZEIT ... für Dich ... mit der Du Frieden findest.

HIER noch ein paar Fragen, die Du Dir selbst stellen kannst:

Wer oder was bestimmt meine Zeit?

Verfüge ich selbst über meine Zeit?

Wieviel Zeit verwende ich wofür?

Wie ist der Rhythmus meiner Tage? des Jahres?

Habe ich Zeit einfach zu SEIN?

Nehme ich mir Zeit?

Wieviel Zeit widme ich meinen Träumen und Zielen?




MEINE LEBENSZEIT

Bin ich in meinem Leben im richtigen Lebensfilm?

Ist mein Herz erfüllt von meinem Da-Sein ... so wie es jetzt ist?

Wovon träume ich?

Welche Sehnsüchte habe ich?

Sind Veränderungen erforderlich?

Wohin soll mich meine Lebensreise führen?

Was schenkt mir Frieden?




Und für die Astrologen unter uns:

Am 24.12.19 besteht ein Sonne - Uranus - Trigon

Ein Trigon ist eine harmonische Verbindung. Die Steinbock-Sonne wird von Uranus etwas angeregt, sich auch Freiräume an Heilig Abend zu nehmen und nicht nur in den Traditionen festzuhängen, wie es die Steinbock-Energie für sich beansprucht. Das verspricht etwas Abwechslung oder zumindest den Freiraum dafür, bevor alle vor Ernsthaftigkeit und Pflichterfüllung erstarren. Also freuen Sie sich auf einen ruhigen Heilig Abend mit kleinen Einlagen zur Auflockerung. Jeder erfüllt willig seine Aufgaben, Christus ist geboren und wir können nur erahnen, dass die Tage jetzt wieder länger werden sollen.

Ich wünsche Euch allen eine zauberhafte WeihNacht🎅🧚‍♂️

Carpe Noctem..... in der Heiligen Nacht 🙏🏼🌲


MondReise durch die RauhNächte- Tag 3



Willkommen zur dritten "RauhNacht"

Der "Heilige Abend" naht ... die Vorausschau für den März ist da ...

Erinnere Dich ebenfalls an den vergangenen März ...

Der heutige Tag und die letzte Nacht sind dem März zugeordnet und steht unter dem Stern der Herzenskraft.

Versuche Dich auf Deine Herzensenergie einzustimmen

Leben heißt handeln ...

... zu handeln fordert Entscheidungen zu treffen.

Entscheidungen machen oft Angst.
Doch was geschieht, wenn Du Dein Schwert nicht ziehst und "ent" scheidest und nicht in Deine Kraft gehst? Dann tut es ein anderer für Dich.

So gesehen ist vieles, was Dir widerfährt, eine Folge deines Beschlusses, passiv zu bleiben.
Wir können also niemals eine NichtEntscheidung treffen.
Nutze heute den Tag zur Stärkung Deiner Herzenskraft, durch die alles möglich wird.




Hier noch ein paar nützliche Fragen für eine noch bessere Wahrnehmung.


Was habe ich heute geträumt?
Wie war das Wetter, die Stimmung, die Atmosphäre?
Was hat sich heute ereignet?
Wer oder was ist mir heute begegnet, an Menschen, Tieren oder Pflanzen, in der Meditation?
Welche Zeichen wurden mir heute gezeigt?
Wie hat sich das "Zeit für mich" für mich heute angefühlt? Hab ich mir Zeit für mich genommen?
Ist die Zeit verflogen oder hat sie sich hingestreckt?




Und für die Einstimmung auf den Tag:

Wie fühlt sich dieser Tag für mich an?
In welcher Stimmung bin ich?
Was fühlt sich heute für mich gut an?
Welches Gefühl habe ich zu all dem, was ich mir heute vorgenommen habe?
Was müsste ich eigentlich tun, doch wonach ist mir wirklich?
Was wollte ich immer schon einmal tun, passt es vielleicht heute in die TagesQualität?




Erinnere Dich nochmal an das vergangene Jahr:

Was möchte ich loslassen?
Wem möchte ich noch verzeihen?
Was ist noch nicht ganz verarbeitet und möchte jetzt ganz neu beginnen?


Bald ist Heiligabend ....Weihnachten ... Ein Fest des Herzens ...

Nimm Dir die Zeit heute und jeden Tag "nur für Dich", um die jetzige Zeit zwischen den Jahren ganz besonders "sinnVoll" zu nutzen.

Carpe Diem & Carpe Noctem

MondReise durch die RauhNächte - Tag 1



Liebe RauhNachtigallen,

WILLKOMMEN ZUR 5. JAHRESZEIT -

DER RAUHNACHTSZEIT

Heute Abend beginnt eine sehr spannende
MondReise

Die RAUHNACHTS-REISE

In den kommenden 12 Tagen erhalten wir eine Art Vorfilm auf die Qualitäten der nachfolgenden 12 Monate, so wie uns unser Leben vor dem tatsächlichen Eintritt "filmisch" vorab fühlbar wird, um unsere Entscheidungen zu festigen.

Die 12 Rauhnächte stellen die zeitliche Differenz zwischen dem Sonnen- und Mondjahr dar. Man nennt es "die Zeit zwischen den Jahren". Sozusagen die große PAUSE im Rhythmus des Jahres! Hier liegt die Mystik verborgen, denn: Die Tore öffnen sich ... Zwischen den Jahren .... 12 ... Tore .... 12 Monate, die wir für das Jahr 2020 erahnen können ....

Wenn wir innehalten, hineinfühlen und uns öffnen, empfangen wir in dieser Zeitspanne wichtige Botschaften für die kommenden 12 Monate und wir können uns mental auf die Themen und Herausforderungen vorbereiten.

Beginne jeden Tag am Vorabend - ALSO HEUTE ABEND - damit, dass du dich fragst, was Du noch nicht verarbeitet oder Dir selbst und anderen noch nicht verziehen hast.

Lasse nochmal die Ereignisse des abgelaufenen Jahres an Dir vorüberziehen ... wie eben ein vergangenes Leben.

Jedes Jahr ist ein Neuanfang, eine neue Erfahrung ... eine neue Chance des Wachstums.

Halte inne ... und ziehe Dir vielleicht heute eine Symbolkarte (Tarot oder anderes) als eine "Dymbolik/Vorausschau für den Januar. (Gerne bin ich bei der Ziehung der Karten auch virtuell behilflich)

Licht und Dunkel, Vergangenheit und Zukunft

Alle Rituale und Orakel sind in dieser Zeit besonders stark und wirkungsvoll. Während der Rauhnächte sollten wir besonders achtsam sein, denn die 12 heiligen Nächte beherbergen das ganze kommende Jahr in sich:

Jede Rauhnacht steht für einen Monat im nächsten Jahr. Überlege dir gut, welche Weichen du in diesen besonderen Nächten stellst.

Ze­le­brie­ren wir die Rauhnäch­te, kön­nen wir Er­kennt­nis­se ge­win­nen, die uns da­bei hel­fen, dem neuen Jahr mit unseren Wünschen eine Form zu geben.

DER JANUAR - DAS THEMA DER ZEIT

Wenig geläufig ist übrigens die Tatsache, dass die 12 Tage/Nächte eine eigene Zeitqualität - sprich ein Thema haben.

Das "Thema" im Januar ist die

 ZEIT




Achte heute also auf kleine und große Hinweise.... Gedanken, Träume, Tagträume.

Vielleicht gibt es eine Zielvorstellung? Ein Wunsch ... eine Idee.... nimm Dir Zeit und erspüre deren Zeitqualität....alles hat seine Zeit!
Weinen hat seine Zeit, Lachen hat seine Zeit, Essen hat seine Zeit, Schlittschuhfahren hat seine Zeit, Arbeiten hat seine Zeit, Kaffee trinken hat seine Zeit.

Zeit ist nichts, was wir haben, sondern etwas, was wir uns aus dem unerschöpflichen Raum nehmen MÜSSEN.

Nutze also die kommende Nacht und die Zeit für die Erspürung des Januar 2020!




Carpe Noctem

Eure Anja



P.S. Es heißt oft, die Rauhnächte beginnen an Heiligabend und enden an Heilige DreiKönige, doch hierbei handelt es sich um die christliche Version. Nach dem Urkalender der Mystik werden die 12 Tage zwischen der WinterSonnenwende (21.12.)  und Neujahr zugrundegelegt. Es sind die letzten 12 Nächte im Alten Jahr!

Die 12 Rauhnächte stellen die zeitliche Differenz zwischen dem Sonnen- und Mondjahr dar.

7 STUNDEN - KAPITEL 2

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 


Novelle von Anja Mond - MondGeschichten





KAPITEL 2


John zuckte zusammen, er erwachte aus seiner Trance, war es eine Trance, nein, es war, als hätte er soeben die Worte „Auf Wiedersehen“ vernommen … aber Vater Lorenzo? Wer ist das? War er das? Das kann nicht sein, er schaute sich um, lag immer noch im Sand, doch er war nun völlig aufgewühlt und hatte keine Ahnung mehr, wer er war und wo er war. Sara, wo ist Sara, dachte er, doch niemand war in der Nähe. 


Er war völlig verwirrt und versuchte aufzustehen. Langsam streckte er sich nochmal, um wieder Blut durch seine Adern fließen zu lassen und erhob sich, schüttelte sich den Sand aus seiner Kleidung und blickte aufs Meer. Es war totenstill, keine einzige Welle war zu sehen. Er ging langsam ans Wasser und befeuchtete sich sein Gesicht, versuchte, klar, ganz wach zu werden. Doch irgendwas blieb, ein komisches Gefühl, eine völlig neue Dimension seines Bewusstseins schien ihn gerade zu durchfluten. Ihm fiel ein, dass er heute Abend noch ein Konzert geben muss. 


Neben seiner Kellner-Tätigkeit machte er Musik, spielte Klavier und hatte viele Möglichkeiten gefunden, seinem ungewöhnlichen Talent Ausdruck zu verleihen und plötzlich war alles wieder ganz klar. Er dachte, es sei alles nur ein blöder Traum gewesen. Diese Frau, Sara, der Priester … alles komplett erträumt. Nichts von dem kann real gewesen sein, oder doch? Nun, er hatte nun keine Zeit mehr darüber nachzudenken. Er rannte förmlich nach Hause. Doch irgendwas war an ihm, er konnte es sich nicht erklären. Es sei, als umhülle ihn ein samtiges Tuch … weich, nach Jasmin duftend … aber wie kann das sein? Er hielt kurz inne, als er an seinem Appartement angekommen war und berührte seine Haut. Denn nur an den Stellen der Haut fühlte er einen seltsamen aber angenehmen Druck … 


Er schloss die Tür auf und ging ins Haus. Es lag an einem großen Teich, nicht weit von der Stadt und dem Café, in dem er als Kellner arbeitete. Als er in die Wohnung kam, zog er sich die Schuhe aus, die noch voller Sand waren und setzte sich auf seinen Lieblingssessel, er hatte einen zauberhaften Sessel, in dem er oft davon träumte, einmal ein großer Konzert-Pianist zu werden … und plötzlich durchströmte ihn ein Gefühl von Wärme und Zartheit, was ihn so überwältigte, dass er sich an sein weißes Klavier setzte und anfing zu spielen. Eine Melodie, die direkt aus seinem Herzen kam und er konnte nicht mehr aufhören. Er sah sie, Sara und sie war nur noch in ein Tuch gehüllt, in ein Tuch von hellblauer Seide. 


Aber wer war sie, wo war sie und was sollte er nun tun? Er träumte und spielte, bis er in völliger Trance eins mit der Melodie geworden war. Eine Melodie, die er weder kannte und doch spielte. 18.03.2014 Plötzlich klingelte es an seiner Tür. John öffnete die Tür, doch niemand war da. Er schaute nach links, nach rechts, doch nirgends war jemand zu sehen. Nachdenklich schloss er wieder die Tür und ging in sein Arbeitszimmer, wo sich auch sein Klavier befindet. Auf dem Sofa, was daneben stand, saß sie und er erschrak, als er Sara sah. „Wie bist Du hier hereingekommen“, fragte er, obwohl er es bereits wusste. 


„Bist Du bereit für die nächste Stunde? Eine ist bisher vergangen, wollen wir mit der zweiten beginnen?“ „Was, eine Stunde waren wir erst zusammen“, fragte er erstaunt? Mir ist, als wären es hunderte gewesen.“ Sie lächelte, und dabei sah man ihr feines Grübchen, was wie eine kleine Knospe aussah, eine Knospe des Magnolienbaumes, Johns Lieblingsbaum. Sara sagte sanft: „John, auch wenn Zeit und Raum eine Illusion sind, so haben wir dennoch erst eine Stunde miteinander verbracht. Also, bist Du bereit? John setzte sich ans Klavier und spielte eine Melodie, die er kurz vorher geschrieben hatte. Ohne zu wissen, woher diese Melodie kam, wusste er intuitiv, dass Sara sie ihm zugeflüstert haben musste, denn diese Melodie hatte die Süße ihres Lächelns und den Klang ihrer Stimme. 


Er nannte dieses Stück „Tausendundeine Nacht“ und er war wie betäubt, als sie nun einfach da saß und ihm und seinen Klängen lauschte. Doch plötzlich verwandelte sich sein Glücksgefühl in eine Panik, er hörte sofort auf zu spielen und sagte laut: „Verlasse sofort diese Kirche, sie ist kein Ort für Menschen wie dich.“ Sein Klavierspiel verstummte und er hatte Schweißperlen auf der Stirn. Sara trat auf ihn zu und hielt sein Gesicht in ihren Händen. Plötzlich starrte er sie an und erinnerte sich. Er sagte leise zu Sara: „Ich bin Priester und darf dich nicht sehen.“ Sara sagte, „nein, du warst Priester und nun bist du hier in Manerola.“ John wusste plötzlich, dass er diese Vision schon einmal vorher hatte und begriff, dass er soeben wieder eine Rückschau erlebte, ja er erinnerte sich ganz klar. Ohne darauf einzugehen fragte Sara: 


„Bist du bereit für die zweite Stunde?“ John erwiderte: „Ja, aber bitte erkläre mir, was da mit mir passiert ist.“ Sara flüsterte: „John, wir kennen uns schon sehr sehr lange, nur hast du mir nie zuhören wollen, obwohl meine Worte für dich so wichtig gewesen wären. Du hattest nur an dein System geglaubt, dein Herz verloren und starbst in vollkommener Leere. Damals in einer Kirche in Rom. Deine letzten Worten waren: „Ich werde dich finden und töten.“ Und plötzlich war John wieder in der Kirche, Pater Lorenzo, er versuchte diese Zigeunerin aus der Kirche zu vertreiben, doch kurz bevor sie am Ausgang war, drehte sie sich um und schaute ihm in die Augen. Sie sah seine Liebe, doch sie verstand es nicht, er hatte Augen wie ein Liebender und Worte wie ein Mörder. John spürte nun wieder Saras Hände, diesmal streichelte sie seinen Kopf, sie bewegte ihre Hände wie bei einer sanften Massage, ihre Finger kreisten um seine Schläfen und er genoss so sehr ihre Berührung, dachte er doch dabei, dass er es schon einmal so erlebt hatte. 


Er konnte für sich nicht klären, was da gerade mit ihm geschah, Saras Finger waren so weich und glitten nun über sein Gesicht, sie berührte seine Stirn, seine Nase, seine Wangen und sein Kinn, sie fuhr mit ihrem Zeigefinger über seine Nase und John entspannte so sehr, dass er die Augen schloss und nichts mehr denken konnte. Er wusste nicht, wer Sara war, doch noch viel weniger wusste er, wer er selbst war. Er fühlte nur ein unsichtbares Band, was ihn mit Sara nun zusammenzuschnüren schien. Ja, es fühlte sich für ihn an, als würden beide nun gefesselt werden. Er öffnete plötzlich seine Augen und tatsächlich sah er ein hellblaues Tuch, was sie um ihn und sich selbst geschnürt hatte. Ein Tuch aus Seide, er erschrak nicht, doch fragte sie leise, was sie da machte … Sara hielt seinen Mund mit ihren Händen zu und er vernahm ein leises „Sch … 

„ John und Sara waren nun in ein endloses hellblaues Tuch gehüllt, es fühlte sich für John so an, als sei er geborgen, getragen und gehalten, wie noch nie in seinem Leben und nun fragte er sich wieder, was hier eigentlich passiert, da hörte er Sara leise sprechen, es war ihm, als käme diese Stimme aus dem Weltall. John“ sagte sie, nun scheinst Du offen zu sein für eine Erfahrung, die dir in deinem Leben schon immer gefehlt hat. Als Priester hattest du damals keine Lebensfreude empfunden, warst in einem System gefangen, was dir zwar Stille aber keinen Frieden brachte, du glaubtest Gott zu dienen, doch du hast nur dir selbst gedient. Jede Art von Berührung war dir fremd, hast du verschmäht und abgelehnt, aus Angst, Gott untreu zu werden. Dabei hattest du dich selbst betrogen. Unser Körper ist wunderbar, er besteht aus so vielen Elementen und Energiefeldern, ich erzählte dir von deinem Energiefeld des Wurzel-Chakras, was mit dem Element Erde in Verbindung steht, dem Geruchsinn zugeordnet ist und für die gesamte stabile Struktur in Deinem Leben zuständig ist. 

Das Wurzel-Chakra in deinem Körper ist überaus stark ausgeprägt. Dieses Energierad dreht sich in unglaublicher Stärke und hat dich so stark gemacht, wie du jetzt bist, doch … heute will ich dir von deinem 2. Chakra, deinem Sakral-Chakra erzählen. Es ist das Chakra der Lebensfreude, des Genusses, der sinnlichen Liebe, der Partnerschaft, der absoluten Bewegung. Alles, was fließt, sowohl in deinem physischen als auch in deinem psychischen Körper wird von dem Sakral-Chakra beeinflusst. Es ist das sinnlichste Chakra und demnach auch das Chakra des Lebens. Du spürst dieses Tuch jetzt, du spürst mich, du spürst aber nicht dich selbst, du spürst schon lange gar nichts mehr, stimmt´s? 

Im Sakral-Chakra geht es nicht um irgendetwas Vernünftiges, sondern es ist das Chakra der Unvernunft, des Genusses, der Sinnlichkeit. Du sollst nun all deine Gedanken ausschalten und nur genießen, spüre mich und dich, denke nicht, fühle nur. Alles ist gut und unschuldig, das hat du nie so gelernt, denn als Priester war es eine Sünde, und du hast viele Menschen töten lassen, aus Angst, dieses Gefühl einmal selbst erleben zu müssen. Das Gefühl der Freude, das Erlebnis der Sinne. Du hast es verschmäht, eine einfache Berührung, selbst von einem unschuldigen Menschen hast du als Teufelswerk betrachtet. Ich war damals die Zigeunerin und hatte eine Botschaft für dich, doch du warst blind und wolltest mich am Ende töten, doch so weit kam es gottseidank nicht, denn du spürtest etwas, was dir bis dahin unbekannt war, es war die zarteste Berührung einer Frau, die sich einfach nur erlaubt hatte, dir zum Abschied eine Umarmung der besonderen Art zu schenken. Als du damals diese Zigeunerin aus der Kirche geworfen hattest, passierte etwas, was du nie in deinem Leben und in den Leben danach vergessen hast. Und plötzlich stand John wieder in der Kirche und sah wie diese junge Frau an der Kirchentür stehen blieb. Sie drehte sich noch einmal um und er stand nur da, doch plötzlich nahm er sie in den Arm, sagte kein Wort, sondern hielt sie nur fest... 

Sie standen ein paar Minuten so da und er bemerkte, wie sein Herz glühte, sein ganzer Brustkorb im Bereich seines Herzens war heiß wie eine Lava, die eben aus dem innersten eines Vulkanes emporsteigt. Saras Herz war eins mit ihrem ganzen Sein und nahm diese Hitze in sich auf, die sich mit ihrer verband. Es war als verschmolzen beide Herzen miteinander. Eine ganze Weile standen sie so da, schließlich fragte sie ihn: „Spürst du es auch?“ Er sagte: „Ich spüre nichts, nur dass mein Herz vor Hitze zu platzen droht.“ Doch tatsächlich spürte er sonst nichts. Sein Körper glühte, doch er spürte nichts, sein Gefühlskörper war von seinem physischen Körper getrennt. Sie lösten sich aus der Umarmung und Katharina stand ratlos da. Er blickte sie an und war irritiert. 

Er wollte sie nochmal halten, doch er war wie erstarrt, doch Katharina blickte ihn lächelnd an. Sie wusste, was er brauchte, aber nicht, was er wollte, und Lorenzo war für eine Sekunde dem Erdboden enthoben. Als sie langsam wieder zur Tür ging, rief er ihr leise zu: „Ich werde dich finden und dich töten, du weißt das, also sorge dafür, dass ich dich nie finde...! John spürte das seidige Tuch wie seltsam um seine Brust geschnürt, Sara hielt noch immer sein Gesicht, doch er war wie leer, ausgebrannt und erschöpft. Ihm wurde klar, dass er hier zwischen Welten und Leben hin und herwanderte und zum ersten Mal erlebte, wie er „lebte“, er fühlte etwas, was er noch nie fühlte, nämlich er fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben „berührt“. Er wurde schon oft angefasst, doch noch nie berührt. Er wusste plötzlich, was Sara meinte, ihm war klar, wer Lorenzo war, Lorenzo war immer noch der Teil in ihm, der alles, was mit wahrer Berührung zu tun hat, ablehnt. Lorenzo ist nicht tot. Lorenzo war die andere Seite in Johns Leben. 

Als er das dachte, flüsterte Sara ihm zu: „Nun weißt du alles über das Sakral-Chakra. Bei den meisten Menschen ist es blockiert, weil kaum jemand eine Berührung zulässt. Menschen begegnen sich meist oberflächlich, doch Freude empfindet kaum jemand dabei. Es fließt nicht wirklich, die Sinne liegen brach. Das, was du erlebst als Lorenzo, ist nichts weiter als John in der unbewusste Version. Vergangenheit gibt es nicht wirklich, auch keine Zukunft, alles ist jetzt. Unser Verstand funktioniert linear, das heißt, wir sind im Glauben, alles passiert nacheinander, doch in Wirklichkeit passiert alles jetzt. So sind auch alle Persönlichkeitsanteile da, heute empfinden wir so und morgen so, weil wir nicht nur eine Person sind. 

Wir haben 12 Persönlichkeitsanteile in uns. So hat jeder einen Priester in sich und auch eine Hure, wenn du verstehst, was ich meine? „Nein, sagt John, ich verstehe nichts.“ Sara lächelte und sagte: „Ich weiß.“ John runzelte die Stirn und kratzte sich am Ohr, es war ihm, als hörte er eine Musik in seinem Innern, eine Melodie, die er irgendwo schon einmal gehört hatte. Doch plötzlich war es auch schon wieder still. „Weißt du“, sagte Sara leise, es gibt soviel zwischen Himmel und Erde, was die Menschen nicht verstehen. Es gibt so unglaubliche Sachen im eigenen Innern zu entdecken und diese Reise hört nie niemals auf. Hat man gerade noch gedacht irgendetwas erkannt oder entdeckt zu haben, gibt es schon das nächste Phänomen. Aber nun sprechen wir von deinen inneren Persönlichkeiten. Stelle dir einfach vor, dein ganzes Sein, dein Wesen wäre ein Riesenzug. In diesem Zug gibt es viele Waggons bzw. Abteile. Z.B. gibt es da ein Schlafwaggon, ein Speisewagen und andere Abteile. Nimm einmal an, es gäbe ein Abteil, das deine Persönlichkeit repräsentiert, ein anderes deine Beziehung, eines für die Finanzen, für die Karriere, für die Spiritualität etc. 

Versuche zu verstehen, dass du aus verschiedenen Themenbereichen bestehst, die jeweils in einer bestimmten Lebenszeit genutzt werden. Und jetzt stelle dir weiter vor, es gäbe Menschen, unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich in diesen verschiedenen Abteilen aufhalten. 

Es gibt in dir ganz verschiedene Persönlichkeitsanteile, die eben durch diese Personen symbolisiert werden. Dein inneres „Theater“ sozusagen. So kann es z.B. sein, dass „der Priester“ in dir im Schlafwagen sitzt und eine andere Person, wie „die Liebende“ in dir in dem Speisewagen. Vielleicht sitzen auch zwei ganz unterschiedliche Charaktere in einem Abteil und vertragen sich überhaupt nicht. So ungefähr musst du dir deinen ganz persönlichen Raum vorstellen, wir haben ganz unterschiedliche, vielfältige Seiten in uns, manche sind uns bewusst und manche nicht. Wir kennen uns selbst manchmal so wenig bis gar nicht, es sei denn wir fangen an, uns mit uns selbst zu beschäftigen. 

In der Astrologie heißt es, wir werden in dem Moment, wo wir auf die Welt kommen und eigenständig atmen, ein ganz eigenes persönliches Drehbuch im Leben haben. Die Sternenkonstellation am Himmel im Moment der Geburt bestimmt dieses Buch des Lebens, aber im Sinne von „Möglichkeiten“, „Eigenschaften“, „Vorlieben“, „Stärken bzw. Schwächen“, es ist kein Gesetz, nachdem wir zu leben haben, sondern eine Hilfe, uns zu begreifen. Manchmal denkt ein Mensch, er wäre eine Trommel, dabei ist eine Geige, nur mal so als Beispiel. So trommelt er sein ganzes Leben und findet nicht den richtigen Ton, weil er eben eine Geige ist. Irgendwann findet man vielleicht dieses Dilemma heraus und man erlebt de Entdeckung der Geige, oder aber man trommelt sein ganzes Leben lang und findet nicht den richtigen Ton! Oder man denkt man sei ein Elefant, dabei ist man eine kleine, süße Maus. „Du willst mir also deutlich machen, dass ich wohl eine Flöte bin, obwohl ich mich wie ein Klavier verhalte … ach Sara, du bist schon ziemlich kontrabassig“, sagte er entspannt und fühlte sich plötzlich federleicht, denn er wusste, diese Frau eröffnet ihm gerade einen neuen Zugang zu sich selbst. 

Dann setzte sich John ans Klavier und spielte, er spielte eine ganz neue Melodie, die soeben seinem innersten Herzen entsprang und bemerkte nicht, wie es dunkel wurde und als er sich umschaute, Sara verschwunden war. Er spielte weiter und genoss diese zarte Berührung mit der Musik, die ihn alles, was er eben erlebt hatte noch lange nachspüren ließ. Berührung … dachte er, ja, es ist wahr, Berührungen, wirkliche Berührungen hatte er im Leben eigentlich noch nicht wirklich erfahren. John spielte und spielte, Melodien, die er noch nie zuvor gespielt hatte und auch nicht wusste, woher sie kamen, seine Finger wurden wie von Zauberhand geführt und er tauchte in eine tiefe Trance, doch sein Körper war in vollkommener Tätigkeit, weiterhin im Spiel, in der Musik, doch sein Geist enthob sich der Schwerkraft und er landete in einem Feld zwischen Himmel und Erde. Er fühlte sich eins mit seinem Klavier, mit seinem Haus, seinem ganzen Umfeld, er hatte noch nie zuvor so etwas erlebt und wusste auch nicht, was er von nun an denken, fühlen oder gar tun sollte. Er wünschte sich, dass sich dieser Zustand niemals auflöste, doch plötzlich hörte er einen heftigen Knall. 

Ein Gewitter schien aufzukommen und er sah, wie sich der mittlerweile pechschwarz gewordene Himmel in einen hellen Lichtkanal von Blitzen verwandelte. Es begann in heftigen Schwallen zu regnen an. Es war ein Gewitter, das ihn zwar aus seiner Trance herausriss, doch er spürte und lauschte diesen Regenfällen, die seine Melodien weiterzuspielen schienen. Er hatte mittlerweile die Hände auf seinem Schoß zusammengelegt. John schaute aus dem Fenster, setzte sich auf sein großes Fensterbrett, nachdem er seinen Flügel schloss und seinen kleinen Klavierhocker verließ. Er öffnete das Fenster und schaute auf das Schauspiel am Himmel. Es überkam ihn eine Frische, eine Vertrautheit mit dem Regen und ein Gefühl von Freiheit. Doch er wusste immer noch nicht, wer Sara war, woher sie kam und was gerade in seinem Leben passierte. Er ging zu Bett und fiel in einen tiefen, erholsamen Schlaf.


Fortsetzung folgt...  

7 STUNDEN - KAPITEL 1 (NOVELLE)

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 


Novelle von Anja Mond - MondGeschichten




KAPITEL 1

Sara saß am Hafen von Manerola in ihrem Lieblingscafé und starrte auf ihren Cappuchino.
Der Himmel färbte sich orange-rot, da die Sonne gerade untergegangen war, so auch ihr wunderbares Lächeln. Sie ist eine bezaubernde Persönlichkeit mit langen blonden Haaren, die sich von Tag zu Tag auf eigene Weise veränderten.


War die Luft feucht, wellten sich ihre goldenen Locken wie lustige Luftschlangen. Doch manchmal, wenn es sehr heiß ist, bekommt ihre Haarpracht eine gewisse strenge Würde, die sie zu einer unnahbaren Erscheinung werden lässt. 

So unberechenbar wie das Wetter ist auch ihr Gefühlsleben. In dem Licht der untergehenden Sonne schimmern ihre Haare rötlich, und nun sind sie von einer weichen und sanft lockigen Beschaffenheit, die dem Kellner vor lauter Beobachtung derselben das Tablett aus der Hand fallen ließ. 

 „Oh Pardon“ sagte er und schaute in ihr Gesicht, es sah traurig aus. Als er in ihre Augen blickte, versank er in diesen unendlich tiefen Brunnen weiblicher Energie. Doch plötzlich erhellte ihr Gesicht und sie lächelte: „Warum arbeiten sie eigentlich noch, wenn sogar die Sonne schon Feierabend hat? Fragte sie ihn verschmitzt und ihr gesamtes Antlitz schien augenblicklich zu erstrahlen.

Der Kellner schaute in ihre wunderschönen haselnussbraunen Augen und bemerkte einen kleinen grünen Fleck in der Iris ihres rechten Auges. Er fragte sie mit gleichem witzigem Charme zurück während ein zuvor aufgekommener Wind eine Mülltonne umblies. „Und warum hat ihr rechtes Auge einen grünen Schimmer, der sie zu einer ungewöhnlichen Frau mit einer ungewöhnlichen Sichtweise macht?“ 

Sie lächelte zurück und sagte: „Ungewöhnlich war ich schon immer, die Sichtweise oder besser gesagt, der Blickwinkel, von dem ich die Dinge und das Leben aus betrachte, wurde mir durch ganz besondere Situationen in meinem Leben bewusst. Der etwas verwirrte Kellner hob die Mülltonne auf, schaute sie ein wenig fasziniert aber doch etwas verwirrt an und fragte sie: 

„Ich habe jetzt Feierabend, wollen Sie mit mir und der Sonne, die ebenfalls schon zu Hause ist zu Abend essen? Dann dürfen Sie mir erzählen, warum sie lustig und traurig zugleich sind. Sara fühlte sich ertappt und doch unglaublich zu dem Kellner hingezogen. Er hatte eine umwerfende Ausstrahlung gekoppelt mit einem perfekten Körper: „Ich heiße John“, sagte er,, und Du bist bestimmt nicht von hier.“ 

„Wir sind alle nicht von hier“ sagte sie. „Aber wir hatten Lust mal etwas ganz Verrücktes zu tun.“ John schaute sie nun noch verwirrter an.“ Also, wen meinst du mit wir? Aber ich muss schon zugeben, dass ich ein wenig verrückt nach dir bin. Aber das hast du jetzt sicher nicht gemeint.“ Sara lächelte: „Ich erzähle es dir, wenn du heute Abend 7 Stunden Zeit für eine Geschichte hast.“ 

„Wieso denn nur 7 Stunden“, fragte John. Ich weiß jetzt schon, dass ich mit dir mein Leben verbringen möchte. Sie erwiderte allerdings: „Du musst es erst schaffen, mir 7 Stunden zuzuhören und auch verstehen, was ich dir sage. Erst dann bist du in der Lage, mit mir zu leben. Und ich werde dich dann auch nie mehr verlassen, denn ich weiß, dass du schon lange nach mir rufst.“

 „Na ja“, sagte John, 7 Stunden sind ja nicht viel. Aber damit ich ganz lange etwas davon habe, würde ich gerne jeden Tag eine Stunde bei Dir sein. Damit du dich auch an mich gewöhnst und danach auch nicht mehr von mir lassen kannst. John dachte, dass es eine leichte Sache sein wird, denn er war und ist ein guter Zuhörer. Beide schauten sich still an und wussten, dass etwas Wunderbares passieren wird. 

Sara verabschiedete sich von John und sagte: „Ich treffe dich, noch bevor du weißt, wo wir uns begegnen werden.“ Sie ging und hinterließ keinen Hinweis darüber, wo sie sich mit ihm treffen wollte. Er rief ihr nach: „Halt, was soll das heißen, ich weiß doch gar nicht, wie ….“ Er verstummte, denn sie war plötzlich nicht mehr zu sehen. Sie hatte sich in Luft aufgelöst, wie kann das sein? Er rannte ihren Weg mehrmals ab, versuchte ihr Parfüm zu erhaschen, sie roch so wundervoll nach einer Brise Sommerwind – gemischt mit einem frischen Blumenstrauß. 

Sie war wie eine Blume, zart, bunt, einfach wunderschön. Aber er versuchte vergebens etwas von ihr zu verspüren. Er vernahm nur ein ungeheueres Glücksgefühl, das ihn überwältigte und setzte sich erst einmal auf eine Bank. Er musste an einen englischen Komiker denken, der einmal sagte: das Leben sei wie ein Theaterstück, nur ohne Probe. Ja, so fühlte er sich nun. Völlig hilflos! 

Als er so auf dieser Bank saß, versank er in einen tiefen tranceartigen Schlaf. Sein Kopf sank etwas nach vorne, sein Nacken entspannte total und er schien seine Gesichtsmuskeln so sehr zu entspannen, dass es urkomisch aussah, und plötzlich lächelte er. Er öffnete die Augen, da stand sie vor ihm. Sara, noch schöner, noch weicher in ihren Gesichtszügen, in einem blumigen, fast durchsichtigen Sommerkleid, was aber lediglich ihre wohlgeformten Beine zu erkennen gab. Sie sagte: „Die erste Stunde ist gekommen, bist Du bereit?“ 

John konnte kaum antworten, so atemberaubend schön sah sie aus. Doch er nickte und strahlte übers ganze Gesicht. Er hauchte ein „Ja natürlich“ und schaute ihr tief in die Augen. „Nun“ sagte Sara, „dann komme mit“ und nahm seine Hand. Er fühlte sich wie von einer Feder berührt und spürte seinen Körper kaum. Auch er war so leicht, wie eine Feder geworden und ließ sich von ihr führen. 

Er bemerkte, dass sie beide schneller als die umherwandernden Menschen waren, so als würden sie fast schweben, doch ihre Füße berührten noch den Boden. Aber es kam ihm vor, als würde er von einer starken Kraft gezogen. In wenigen Sekunden, so kam John vor, waren sie am Strand. 

Er blickte auf das türkis farbende Meer, was sich in kleine mit Schaumkronen besetzte Wellen unterteilte und wie eine Begrüßung aussah, so als würde das Meer zum ihm sprechen und sagen: „Schön, das du da bist.“ Und diese Worte sprach dann auch Sara aus: „John“, schön, dass du da bist.“ Er schaute sie verwirrt an und bekam kein einziges Wort heraus, er staunte nur. Er spürte den Wind und fühlte sich unendlich wohl. Sara bat ihn sich doch mit ihr in den Sand zu setzen. 

Sie beide versanken im Sand und schwiegen für ein paar Minuten. Dann sagte Sara: „Das, was du jetzt spürst, ist deine dichteste Hülle, dein Körper, dein Element Erde, aus dem wir hier auf Erden gemacht sind. Er verhilft dir zu einem guten Kontakt zur Mutter Natur und schenkt dir deinen Geruchsinn. Spüre, was es mit dir macht, hier auf der Erde, im Sand zu sitzen … 

John spürte erstmals seinen Körper wieder. Bis eben war er wie Luft, doch jetzt erwachte seine Schwerkraft wieder und er genoss diesen Kontakt zur Erde zum feinen, fast weißen Sand und grub seine Füße noch weiter in den Boden. „Spürst du ihn? Fragte Sara? Spürst du deinen Körper? Fühlst du den Sand? Tauche ganz tief in diesen Sand hinein und versuche mit jedem Atemzug, noch tiefer in ihn hinein zu versinken. 

Lass immer mehr los und du spürst eine tiefe, angenehme Schwere, die dich immer weiter nach unten zieht. Genieße es und schließe deine Augen. Atme tief, rhythmisch und entspannt und lasse immer mehr los. Spüre das Hier und das Jetzt“ flüsterte sie, „denn es ist unmöglich die Gegenwart zu sehen. Die Gegenwart ereignet sich, verwandelt sich durch eine zerstreuende Energie in eine Lichtexplosion, und dieses Licht erreicht dann deine Rezeptoren – deine Augen. Dazu braucht es Zeit. Während das Licht dann zu dir unterwegs ist, geht das Leben weiter, bewegt sich weiter. Das nächste Ereignis findet statt, während das Licht des vorangegangenen Ereignisses bei dir anlangt.“ 

 John entspannt immer mehr und lauscht ihrer sanften Stimme, er fällt in eine tiefe Trance und ist doch ganz aufmerksam. „Du kannst es wahrnehmen, dieses Lichtereignis“, flüstert sie weiter, „tauche tief hinein in dein Inneres, vergiss alles um dich herum, denn auch ich bin nur eine Imagination von dir. Je mehr Distanz du zwischen deinem Selbst und dem physischen Ort eines jeglichen Ereignisses legst, desto weiter zieht sich dieses Ereignis in die Vergangenheit zurück. Alles, was du dir anschaust, hat sich vor sehr langer Zeit ereignet. Aber eigentlich hat es sich nicht vor langer Zeit ereignet. Die physische Distanz hat nur die Illusion von Zeit geschaffen und dir erlaubt, dein Selbst als „Hier und Jetzt“ seiend zu erfahren, während du „dann dort bist“. 

John hört genau zu, auf seltsame Art und Weise spürt er, dass sie recht hat, warme Schauer durchfluten seinen Körper und er taucht immer tiefer in eine tranceartige Entspannung, die er noch nie in seinem Leben so erlebt hat. Saras´Stimme wird immer leiser, es ist fast keine Stimme mehr

„Eines Tages wirst du sehen, dass sich alles „Hier und Jetzt“ ereignet! Nichts, was du siehst, ist wirklich. Es ist Deine persönliche Interpretation, nenne es „Einbildungskraft“. Und das besondere ist, du interpretierst nicht nur Energie, sondern erschaffst sie auch! Du stellst dir in deinem Geist etwas vor, und es beginnt eine physische Form anzunehmen. Je länger du es dir vorstellst, umso physischer wird diese Form, bis diese Energie buchstäblich in Licht ausbricht und ein Bild von sich in das hineinschickt, das du Realität nennst. Dann siehst du das Bild und entscheidest wieder einmal, was es ist. So setzt sich der Kreislauf fort. 

Und genau das hast du getan, lieber John“, sagte sie überzeugend: „Ich bin dein Gedanke, und du hast mich gedacht, weil du etwas erfahren möchtest. Stimmt es, dass du dich in der letzten Zeit gefragt hast, wer du eigentlich bist?“ „Ja, genau“, woher weißt Du das, fragte John verdutzt und lächelte sie erstaunt an. Ein Gedanke in Deinem Traum. Du lebst in einem ewigen Traum, du träumst, bist der Geträumte und erschaffst dir deinen Traum. 

Die Frage ist, wann wachst du auf? John denkt, dass er gerade niemals aufwachen will … aus dieser Trance. Wenn es auch eine Trance in einem Traum sein soll. Ein wunderschöner Traum. Ach könnte sie nur ewig so weiter flüstern … doch als er seine Augen aufmachte, war sie fort

Warum war sie fort, dachte John. Er roch noch den zarten Duft ihrer Haare, als hätte sie in einem Blumenmeer mit Jasmin gebadet. John war noch ganz benebelt, Sara hatte ihn völlig hypnotisiert und er konnte seine Glieder kaum bewegen. Doch er fühlte sich rundum wohl, spürte eine Leichtigkeit, die er zuvor noch nie erlebt hatte. Was hat sie bloß mit ihm gemacht? Ihn verhext? Ist sie eine Hexe, ein Engel? Während er so vor sich hinträumte, bemerkte er, dass er dort die ganze Nacht gelegen hatte, der Himmel war zwischenzeitlich rosarot geworden, die Sonne will aufgehen. Da saß er nun, völlig versunken und schaute auf den Sonnenball, der langsam hinter den Hügeln emporstieg. 

Er starrte fast – ohne zu blinzeln – auf diesen heißen Kraftball, hellrot, orange, gemixt mit einem Hauch gelb und es schien, als umgäbe die Sonne noch weitere Farben. Ja, auch um die Sonne herum waren viele viele Farbringe, teils sahen sie wie Herzen aus, teils waren es leuchtende kleine Feuerbälle. Wow, dachte er, irgendwie ist nun alles anders, was ist das für ein Gefühl, ich kenne es nicht, überlegte er in voller Freude. Er spürte die Sonne auf seinem Gesicht, er musste lächeln, denn es fühlte sich so an, als würde sie mit ihren warmen Händen über sein Gesicht streicheln. „Na“ sagte sie, „bist Du schon wach?“ Er dachte, er träumte, doch da stand sie vor ihm. Als wäre sie eben aus einem dieser strahlenden Feuerbälle entsprungen. 

Sie lächelte, wieder so ein Lächeln, was in ihm die gleiche Hitze auslöste wie die wärmende Sonne, die mittlerweile in ihrer vollen Pracht am Himmel stand und die beiden im schönsten Licht beleuchtete. John versuchte etwas zu sagen, doch er bekam kein Wort heraus. So saßen sie beide einfach nur da, Saras Hände berührten immer noch sein Gesicht. Dann fuhr sie mit der rechten Hand über seine Stirn. Die linke ruhte auf seiner linken Wange. Mit ihrem rechten Daumen presste sie leicht den Punkt zwischen seine Augenbrauen und plötzlich zuckte er zusammen. Er hatte die Augen geschlossen und sah sich selbst in einem priesterlichen Gewand irgendwo in einer prachtvollen Kirche, doch wer ist das, er konnte es doch nicht sein, und vor allem, wo ist das, was macht er dort, wenn er es tatsächlich sein sollte. Er riss seine Augen auf und schaute in ihr jetzt nicht mehr lächelndes Gesicht. Sie schaute plötzlich etwas traurig aus, doch in dem er dies dachte, sprach sie: 

„Hast Du Dich gesehen?“ Er stutzte, wie konnte sie das wissen? „Was meinst Du“ fragte er, er verstand ja selbst nicht, was da gerade passierte. Er traute sich auch nicht wieder die Augen zu schließen und meinte dann: „Wer bist du?“ Sara lächelte nun wieder, und antwortete: „Das wirst Du noch herausfinden“ und nahm ihre Hände von seinem Gesicht, das jetzt gerade zu glühen schien. Er zuckte leicht zusammen und da er die ganze Zeit etwas starr gesessen hatte, sackte er völlig in sich zusammen und versuchte, seine Gedanken zu sortieren. Doch er spürte wieder diesen warmen Sand und streckte dann alle Viere von sich und atmete tief durch … er schlief ein. Sara beobachtete ihn, strich ihm noch einmal über die Stirn und legte sich dann neben ihn. 

Die Sonne war nun aufgegangen und ein warmer Wind deckte die beiden zu. Auch Sara träumte vor sich hin, doch ihr Traum ist kein Traum. Sie weiß um ihre vorherigen Leben, und nun hat sie einen alten Weggefährten getroffen.  

Fortsetzung folgt ... 

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GANZ NEU:

NLP & YogaRetreat mit Anja Mond

7 SCHRITTE IN EIN NEUES LEBEN! Auf Rügen & Sizilien, in Stralsund und im Erzgebirge Erfahre in 7 Schritten, wie Du Dein Leben...