Chakra-Reise - Svadhistana-Tag

SVADHISTANA - TAG - CHAKRA-REISE


Am sakralen Tag geht es in der Energiearbeit um das Fließenlassen der eigenen inneren Quellen, die sich im Fluss unseres Lebens widerspiegeln.  Durch den fließenden äußeren Regen erspüren wir die Energie unserer eigenen fließenden Kraft. Manchmal auch symbolisiert durch einen Regenbogen.


Welchen Weg wir auch immer gehen ... gehe ihn leicht ... spielerisch ... mühelos ... fröhlich ... ! Egal ob im Regen oder bei Sonnenschein! Sei der Regenbogen,  der ohne das Wasser nicht existieren kann.



Das Sakral-Chakra ist dir dabei Hilfe und Wegweiser zugleich. Wie der Regen einfach fließt ... hier und da innehält ... fließe auch Du ... und raste hier und da.

Schaue auf die Natur um Dich herum und bleibe im Fluss!

In einem Sprichwort heißt es:

"Entweder bin ich im Fluss - oder ich stehe im Weg."



ZEICHEN
Setze ein Zeichen
Sei ohne Gleichen
Steh nicht im Weg
Zeig wie es geht
Mache es gut
Vertrau deinem Mut
Trau dich zu schweigen
Mach Nichts dir zu eigen
Sei offen dem Licht
Dann verirrst Du dich nicht.
Anja Mond - MondGeschichten



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ChakraReise - Muladhara-Tag

MULADHARA-CHAKRA - TAG 1 -  CHAKRA-REISE




Ich begrüße den ersten Tag der ChakraReise - den Muladhara Chakra-Tag, dem Tag des Wurzel-Chakras.




Ganz in der Mond-Chakra-Tradition verwurzeln wir uns mit der wunderbaren Erd-Energie unseres Wurzel-Chakras. Es geht um die tief empfucndene Geborgenheit, die wir jederzeit - auch selbst - in uns erzeugen können und nutzen die wunderbaren und wirksamen Methoden der Chakra-Yoga-Übungen & Meditationen, um genau diese Wurzel-Chakra-Energie zu erfühlen, zu erspüren und in unser Dasein zu transportieren.




Auch wenn wir gerade nicht in dieser sicheren und geborgenen Stimmung sind, geht es genau hier und jetzt darum, einen wunderbaren RAUM zu schaffen.

Auf der einen Seite in uns selbst .... aber auch hier auf einer ChakraReise!

Wie auf jeder Reise, die wir unternehmen, ist es wichtig "anzukommen" und den neuen Raum zu erspüren, wenn wir eine neue Erfahrung machen möchten.




Das WurzelChakra zu "erleben" steht nun im Focus! Fragen wie ...

Bin ich hier richtig? Fühle ich mich sicher? Möchte ich hier verweilen? sind Fragen, die wir uns immer stellen, wenn wir irgendwo neu beginnen wollen.




Dieser Tag des WurzelChakras gibt uns Hinweise auf die Energie unseres Energiefeld der Erde ... nämlich unseres MuladharaChakras und über alle "Erfahrungen", die wir bereits in der Vergangenheit gemacht haben.



Wir können mit dem "Erleben" dieses Chakras unsere eigene Stabilität des Lebens erspüren und mit hilfreichen Werkzeugen aus der persönlichen und spirituellen Entwicklung aufladen und ein neues Fundament erbauen oder das bereits bestehende stabilisieren.



Jeder Tag auf einer ChakraReise bietet neue Erkenntnisse und schenkt uns viel Inspiration für eine Neugestaltung unseres Lebens oder dessen Intensivierung.

Ein Energiefeld steht symbolisch für viele unterschiedliche Themen, die wir ganz spielerisch, entspannt und intuitiv erspüren und harmonisieren können.

Die Reise beginnt ...


MENSCHSEIN



MENSCHSEIN
MenschSein ist NichtSein
Seifenblasen zeigen es
Liebe sein ist AllEinSein
Nur der Weise weiß es
Anja Mond - MondGeschichten

DER WEG



DER WEG
Der Weg ist eine Illusion der Zeit
Das Ankommen nur ein Zeitvertreib
Kaum weißt Du wo es lang geht
Spürst du wieder den Wind, der weht
Hast Du einmal die Sterne gesehen
Will dein Geist nur eines ... weiter wehen
Anja Mond - MondGeschichten


Vollmond



VOLLMOND
Der Vollmond leuchtet über dir
Weiß auf Schwarz zu sehen
Die Wahrheit zwischen dir und mir
Wird diese Nacht bescheren
Anja Mond - MondGeschichten





Vollmonde in der Welt












































MEDITATION



MEDITATION
Im Nichts ist Fülle
Im Reichtum nur Hülle
In Hülle und Fülle
Bringt Wahrheit die Stille
In Stille und Wahrheit
Waltet stets nur Dein Wille
Anja Mond - MondGeschichten

7 STUNDEN - KAPITEL 7

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 

Novelle von Anja Mond - MondGeschichten



KAPITEL 7

John fühlte plötzlich eine Energie, die er noch nie bei sich wahrgenommen hatte. Er war nicht nur in voller Lust entflammt, sondern er fühlte sich so eins mit Sara, aber auch so eins mit dem, was ihn umgab. Er spürte die Sonne, als strahlte sie selbst von ihm ab und als wärmte sie ihn zugleich. Der Wind, der zart um seine Haut wehte, erschien ihm als sein eigener Atem und der Geruch der Wiese, der Blumen um ihn herum waren seinen eigenen Porenausströmungen gleich. Was passierte gerade wieder, dachte er bei sich und verfiel dann gleich aber dem nächsten Liebesschauer. John war so in Wallung, dass er nicht mehr klar denken konnte und auch nicht mehr wusste, wer, wo oder wie er war. Er war einfach nur da, präsent, in diesem Augenblick eins mit allem um sich herum. Sara war da, aber auch wieder nicht, denn er spürte sie nicht mehr von sich getrennt. „Ich liebe dich“ flüsterte eine Stimme, die John vernahm, doch als er Sara anschaute, die ganz lieblich neben ihm wieder auf der Wiese zu erwachen schien, bemerkte er, dass sie so versunken war und nicht zu sprechen schien. 


„Ich liebe dich“ hörte er wieder und sah, dass Sara tatsächlich den Mund verschlossen hatte. Doch er bemerkte, dass diese Worte wie ein Strom aus ihrer Richtung kam. Er spürte Schwingungen und wusste plötzlich, es waren ihre Gedanken. Wie selbstverständlich sagte er, ich liebe dich und er sah, wie sie lächelte. „Ich weiß, dachte sie wieder, wobei ihr Mund verschlossen blieb. John dachte dann: „Wer bist du?“ und Sara ebenfalls denkend: „Ich bin du und du bist ich.“ Wir sind und waren nie voneinander getrennt. Du hattest nur deinen Glauben an dich selbst verloren, dein Herz war tot, du konntest nicht mehr lieben, hast vergessen, was Wärme, Liebe, Geborgenheit, Nähe und Frieden ist. Doch nun, da du dich einfach fallen gelassen, einfach vertraut und dich hingegeben hast, sozusagen dein Herz weit geöffnet hast, bemerkst du, dass du von nichts aber auch von gar nichts getrennt bist. Du bist alles! Ich bin „nur“ dein Herz, ich spiegele dir dein Herz, deine Liebe, nun weißt du wieder, was Liebe ist. Es zählt nur die Liebe im Leben, die „Fähigkeit“ zu geben, aber auch zu empfangen. Du hast gelernt zu empfangen und nun kannst du wieder geben, dir, anderen – aber vor allem dir selbst, denn du selbst bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Und wenn es dir gut geht, dann geht es allen Menschen um dich herum gut. Vertraue dir, glaube an dich und vor allem liebe dich, genieße dich, erfreue dich an dir. Sei dir dein bester Freund und Liebhaber. Sei dein Schöpfer und erschaffe dir die Welt, die dir gefällt. Suche dir Farben und Formen aus und gestalte dir deine Bühne, deine Lebens- und Liebesbühne, auf der jeder Liebe, Freude und Kreativität leben kann. Liebe und alles ist gut! John war wie entrückt, aufgeregt, innerlich zwar völlig entspannt, doch es kribbelte in seinem Körper. Er spürte eine Energie, die ihn fast ohnmächtig werden ließ, doch plötzlich brach aus ihm eine Flut von Kraft heraus, die ihn aufstehen ließ und er reckte und streckte all seine Glieder, er wollte Sara, die immer noch stumm auf der Wiese lag und immer noch lächelte, zu sich hinaufziehen und griff ins Leere. 


Er sah sie, doch er konnte sie nicht anfassen, sie war wie Luft. Plötzlich veränderte sich ihre Gestalt, sie war zuerst menschengroß und langsam verwandelte sie sich in einen Grashalm, der auf der Wiese blühte, doch eigentlich schien es John, dass sie sich tatsächlich in Luft aufgelöst hatte. Doch es ertönte weiterhin in ihm: „Geh deinen Weg, erlaube dir zu leben, so wie es dir gefällt. Liebe mit deinem Herzen aber geh.“ John wurde plötzlich ganz ruhig. Die Euphorie verwandelte sich in eine nie dagewesene Ruhe. Er bewegte sich langsam fort und verfiel in eine Art Geh-Trance, bis er wieder zu Hause angekommen war. Er legte sich sofort schlafen, denn es war bereits später Abend. Am nächsten Morgen erwachte er ganz neu, ganz erfrischt und völlig entspannt, er dachte nicht, er fühlte nicht, er war einfach nur ganz da, wie noch nie in seinem Leben. Heute hatte er eine Schicht in dem Café, in dem er ab und an arbeitete. Als er mit dem Fahrrad zur Arbeit fuhr, war es, als zöge die ganze Welt an ihm vorbei, seine Gedanken flogen nur umher und die Bilder in seinem Innern ebenfalls, er hatte eine totale Innenschau. Alles war ihm nun klar, ohne dass er es erklären konnte, er wusste einfach um den nächsten Schritt. 


John kam in das Café – es war das „Café zum Mond“ – und löste die Frühschicht ab. Er kellnerte fröhlich, entspannt und gelöst wie noch nie und alle Gäste lachten und genossen ihre Cappuchinis und Snacks. Die Sonne lachte vom Himmel und John trug mit seinem charmanten Lächeln den Rest auf dieser Erde bei. Kurz bevor er Feierabend machten wollte, vernahm er hinter sich eine Stimme, die fragte: „Könnte ich bitte noch einen Cappuchino bekommen?“ John wurde heiß und kalt zugleich, drehte sich um und sah eine Frau in einem dunkelgrünen Kleid, die ihn mit ihren faszinierenden oliv-grünen Augen verschmitzt anschaute und ihre Frage mit einer ganz warmen Stimme wiederholte: „Gibt es noch einen Cappuchino für mich oder machen Sie schon Feierabend? „Nein, lächelte John, ich habe soeben erst das Café eröffnet … !“ 

7 STUNDEN - KAPITEL 6

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 

Novelle von Anja Mond - MondGeschichten



KAPITEL 6

John stand eine Weile da … ganz versunken und genoss die Nähe von Sara, diesmal war es ganz anders als sonst, denn er war zwischenzeitlich so mit ihr vertraut, dass er ganz ruhig und entspannt ihre Nähe genießen konnte. Sie waren sich so nah aber doch so fern. Er hörte auf zu denken, er stand nur da und verlor auch schon den Blick auf die Seerose, die er da entdeckt hatte, er war einfach nur „da“ … ohne Gedanken, ohne irgendeine Regung seines Körpers. Es war, als hätte er seinen Körper verlassen … nein, er hatte seinen Körper verlassen, denn er sah sich, ganz getrennt von seinem Körper … er sah, wie er mit Sara da zusammen am Teich stand. Ihm war völlig seltsam zumute, dann fand er es ganz amüsant und wunderte sich nicht weiter darüber. Doch plötzlich – wie durch einen Sog - war er wieder ganz im Körper und erschrak. Was war das, dachte er bei sich. „Du meinst, als du deinen Körper verlassen hattest?“ fragte Sara.

Er drehte sich zu ihr um und schaute sie ganz erschrocken an. „Woher weißt du das?“ erwiderte er laut. „Ach John, du erlebst gerade, wie groß deine Welt ist, wie weit dein Sein und deine Aura ist.“ „Wie, wie meinst du das,“ fragte er wieder sehr leise. „Die Welt ist ein einzig großes Energiefeld, lieber John. Du machst gerade die Erfahrung, wie alles miteinander zusammenhängt, wie du mit mir verbunden bist, ohne dass wir uns nahe sind. Wie du einfach fühlst, dass du mehr als nur der Körper bist.“ Sara hielt immer noch seine Hände, doch John wich einen Schritt zurück und entzog sich ihrer Berührung. „Ich weiß nicht, ich zweifle an diesen Dingen, aber das eben war schon sehr seltsam. Die letzte Zeit war schon sehr seltsam.“ „Ich weiß,“ sagte Sara. Deshalb bin ich ja da. „Was meinst du damit,“ fragte John wieder irritiert. „Warum bist du da?“ „Ach John, überfordere dich jetzt nicht, genieße doch den Moment, den du gerade erfahren hast, es geht für dich noch viel weiter, lass einfach zu, dass das Schicksal gerade mit dir was ganz besonderes vor hat.“

Plötzlich sah John in Sara eine ganz andere Frau, er sah Katharina, er starrte sie an und konnte es kaum fassen. Er erinnerte sich soeben an das, was damals geschah, er hatte es doch auch eben gesehen. Er erschrak und fing zu weinen an. „Katharina, Sara, ich fühle gerade einen unglaublichen Schmerz.“ John setzte sich auf den Wiese und ließ seinen Tränen freien Lauf. Er weinte und weinte und hörte nicht mehr auf. Sara setzte sich zu ihm und hielt seinen Kopf, sie küsste seine Tränen, die wie kleine Wasserfälle an seinen Wangen herunterliefen. Sie drückte ihn an sich und hielt ihn ganz ganz fest, langsam konnte er entspannen. Keiner sagte ein Wort, sondern sie hielten einander nur fest. Langsam schaute John Sara wieder in die Augen und berührte mit seiner rechten Hand ihre Schläfen, strich über ihr Haar und nahm seinen linken Zeigefinger und strich über ihre geschwungenen Lippen, die so prall anschwellten, dass er für einen Moment daran dachte, sie zu küssen. Doch irgendetwas hielt ihn davon ab. Er dachte bei sich, was mache ich hier, Sara ist sicher nur ein Traum, alles ist nur ein Traum, irreal, verrückt, er wird langsam verrückt, dachte er nun und spürte, wie sein Verstand tatsächlich zu rebellieren anfing.

Doch plötzlich beugte sich Sara zu ihm nach vorne und küsste ihn ganz sanft und drückte sich an ihn. Er ließ es geschehen, obwohl er eben noch davonlaufen wollte, nun war er wie gebannt und spürte, wie ein Schauer seinen Rücken herunterlief. Sara öffnete langsam ihren Mund und küsste erst seine Oberlippe, dann seine Unterlippe, dann seine rechte Wange und seine Stirn. An der linken Wange hielt sie sich eine Weile auf und küsste sie als wäre sie eine süße Pfirsich, in die sie hineinbeißen wollte. John hielt ganz still, er spürte, wie sein ganzer Körper kribbelte und konnte nicht anders als sie nun einfach noch mehr an sich zu ziehen und seinen Mund auf den ihren zu pressen, doch plötzlich sagte sie: „Stopp“ und rückte von ihm weg. John schaute sie einen Moment irritiert an und ließ sich aber nicht abhalten, er küsste sie wieder auf den Mund und sie versuchte noch einmal etwas zu sagen, doch sie bemerkte, dass John in eine Ekstase verfiel, die sie einfach verstummen ließ.

John hatte mit seinem tränenüberströmten Gesicht auch das ihre nun völlig befeuchtet und schmeckte seine eigenen salzigen Tränen auf der Zunge. Als er sie küsste vernahm auch sie den salzigen Geschmack, den er ihr schenkte. John und Sara küssten sich als hätten sie noch nie in ihrem Leben so etwas erlebt. Eine Weile verging und Johns Gesicht war getrocknet, doch das Salz war noch überall zu schmecken. Sara löste sich langsam von seinem Gesicht und küsste seinen Hals, seinen Nacken und zog ihm das T-shirt aus, sie glitt mit ihren Lippen über seine Schultern während er seine Hände auf ihren Rücken legte. Langsam glitt er hinunter auf ihren Po-Ansatz und einen Moment hielt er inne, da sie zuckte … doch als sie wieder ganz ruhig atmete drückte er ihren Po fest an seinen Schoß. Da beide noch standen, zog er sie langsam auf die Wiese. Sara legte sich auf den Rücken und John beugte sich über sie. Er zog ihr Sommerkleid aus, das diesmal von grüner Farbe war und fast wie ein Teil der Wiese aussah … er bemerkte, dass ihre Haut weich wie Samt und Seide war und streichelte ihren Bauch, küsste sie auf ihren Hals und legte sich auf sie. Sara seufzte und John versank in eine süße Trance der Lust. Das Gras der Wiese war so hoch, es war Spätsommer und die Wiese schien lange nicht gemäht worden zu sein, so dass sie wie in einen Graskranz eingebettet waren. Sara öffnete Johns Jeans und zog sie ihm aus sowie auch seine Turnschuhe. Sie hatte schon ihre Sandalen abgestreift und glitt dann mit ihren Füßen über seine Waden. Es trennte ihre beiden Körper nur noch ein paar Baumwollteile, die jeder für sich nun auszog, um die Wärme und Energie des anderen Körpers vollkommen in sich aufnehmen zu können. John drang langsam in Sara ein und fühlte eine Kraft und einen Sog, der ihn in sich selbst hinabzog. Er war wie in Trance und hatte im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl von „Einssein“, wie noch nie zuvor in seinem Leben.

Sein ganzer Körper schauerte und doch war er kraft- und machtvoll wie ein Löwe. Sara ließ es geschehen und lächelte ihn nur an. Es war, als sei sie nach Hause gekommen. Ihr war nichts fremd und John empfand ebenso. Als hätten sie sich schon ewig gekannt und gewusst, wie es sein würde. John und Sara sprachen kein Wort, sondern tauchten in eine Welt der Gefühle, die sie wiederentdeckten, als hätten sie sie beide vor langer langer Zeit begraben. 

HERZ


HERZ
Herz im Eis
Schwarz auf Weiß
Dunkel im Licht
LiebesGedicht
Anja Mond - MondGeschichten

7 STUNDEN - KAPITEL 5

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 

Novelle von Anja Mond - MondGeschichten


KAPITEL 5


„Sie ist tot,“ sprach Pater Lorenzo, nun ist sie tot. Er starrte auf die Menge der Menschen, die sich versammelt hatten, um dem Schauspiel beizuwohnen. Er starrte auf die Kirche, vor der dieses unglaubliche Ereignis stattfand. Katharina wurde mitten auf dem Marktplatz verbrannt, so wie es viele Frauen wurden, die mit dem Teufel verbündet sind, so dachte er, so wusste er es, aber er glaubte nicht an einen Teufel, er glaubte an nichts, nicht mal wirklich an Gott, denn Gott hätte es nicht zugelassen, dass Katharina stirbt. Katharina, die es schaffte, ihn für wenige Momente so zu faszinieren und ihm ein Gefühl von ungeahnter Nähe, Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Er wusste nicht, ob es Liebe war, doch sie veränderte sein ganzes Leben und nun hat er ihres auf dem Gewissen. Er ließ es zu, dass sie mitgenommen wurde, er ließ es zu, einfach zu. Er stellte sich nicht dazwischen, er stand nur regungslos da und ließ es geschehen. Seither fühlt er gar nichts mehr, er hatte vor der Begegnung mit Katharina kaum Gefühle zugelassen, doch nun fühlt es sich für ihn ebenfalls wie der Tod an, sein Leben war nun auch zu Ende. Die Menschenmenge löste sich auf, er ging zu dem Feuer, was noch loderte und stand einfach nur da, doch er spürte diese Wärme, diese Nähe und es war als spräche die Glut zu ihm. Er vernahm eine Energie und versuchte sich ganz darin einzufühlen, wie gebannt stand er da und lauschte dem Knacken und Knistern des Feuers. 

„Mach dir keine Sorgen“, hörte er plötzlich, doch niemand war da. „Sorge dich nicht, es gibt keinen Tod,“ sprach diese Stimme weiter. Er schaute sich um, doch niemand war zu sehen, plötzlich wusste er, es ist Katharina, die zu ihm sprach. Der Tod ist eine Illusion, ich bin da.“ Lorenz versuchte sich stark zu konzentrieren, er glaubte sein Gehirn spielt verrückt. „Vertraue, alles ist gut, das Leben ist ewig, Du wirst es bald erkennen. „Ich liebe Dich,“ hörte er weiter die Stimme sagen und es war als durchströmte ihn ein Schauer unerklärbarer Gefühle, die er nie zuvor wahrgenommen hatte. Er fühlte sich plötzlich unglaublich stark, kraftvoll und doch losgelöst und leicht, er war so auf das Feuer konzentriert, dass er diese Hitze in sich aufnahm und selbst Feuer wurde, er spürte, wie das Feuer sich mit der Luft verband und die Funken in die Höhe sprangen, leicht und unbeschwert. 

Er war nicht nur eins mit dem Feuer, sondern fühlte sich eins mit allem, er wusste nicht mehr, ob er selbst tot oder lebendig war, so unglaublich war seine Erfahrung, die er gerade mit sich selbst machte. Plötzlich vernahm er eine leise Stimme:  

„Du bist meine Herz und meine Seele

Ich bin bei Dir

Auch wenn ich Dir fehle

Du bist mein Blut, mein Saft 

Ich verzehre mich nach Deiner Kraft

Ich gehe auf in Dir und verliere mich

Du verschmilzt mit mir 

Und ich verführe Dich

In die ungeahnten Welten des ewigen Seins

Sei für immer gewiss

Dein Herz ist meins

Die heiße Glut unserer Leidenschaft 

Verleiht allen Menschen Zauberkraft

Wir sind die Entzünder der neuen Zeit 

Und machen alle Herzen weit

Du bist in mir und ich in Dir

Wir sind jetzt und immer hier


Oh was für eine Botschaft, seufzte er … und versank nun in völlige Ekstase, die ihn fast seinen Körper verlassen ließ. 

Er spürte einen Sog, der so gewaltig war, dass er sich nur noch mitreißen lassen konnte, etwas in ihm zog und zog, als würde ein Strudel ihn in sich selbst hinein ... nein hinaufziehen. Er konnte nicht mehr denken, nicht mehr fühlen sondern sich dem Strom nur noch hingeben.


Fortsetzung folgt ...

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