7 STUNDEN - KAPITEL 6

7 STUNDEN ...

... oder das Mädchen von Manerola 

Novelle von Anja Mond - MondGeschichten



KAPITEL 6

John stand eine Weile da … ganz versunken und genoss die Nähe von Sara, diesmal war es ganz anders als sonst, denn er war zwischenzeitlich so mit ihr vertraut, dass er ganz ruhig und entspannt ihre Nähe genießen konnte. Sie waren sich so nah aber doch so fern. Er hörte auf zu denken, er stand nur da und verlor auch schon den Blick auf die Seerose, die er da entdeckt hatte, er war einfach nur „da“ … ohne Gedanken, ohne irgendeine Regung seines Körpers. Es war, als hätte er seinen Körper verlassen … nein, er hatte seinen Körper verlassen, denn er sah sich, ganz getrennt von seinem Körper … er sah, wie er mit Sara da zusammen am Teich stand. Ihm war völlig seltsam zumute, dann fand er es ganz amüsant und wunderte sich nicht weiter darüber. Doch plötzlich – wie durch einen Sog - war er wieder ganz im Körper und erschrak. Was war das, dachte er bei sich. „Du meinst, als du deinen Körper verlassen hattest?“ fragte Sara.

Er drehte sich zu ihr um und schaute sie ganz erschrocken an. „Woher weißt du das?“ erwiderte er laut. „Ach John, du erlebst gerade, wie groß deine Welt ist, wie weit dein Sein und deine Aura ist.“ „Wie, wie meinst du das,“ fragte er wieder sehr leise. „Die Welt ist ein einzig großes Energiefeld, lieber John. Du machst gerade die Erfahrung, wie alles miteinander zusammenhängt, wie du mit mir verbunden bist, ohne dass wir uns nahe sind. Wie du einfach fühlst, dass du mehr als nur der Körper bist.“ Sara hielt immer noch seine Hände, doch John wich einen Schritt zurück und entzog sich ihrer Berührung. „Ich weiß nicht, ich zweifle an diesen Dingen, aber das eben war schon sehr seltsam. Die letzte Zeit war schon sehr seltsam.“ „Ich weiß,“ sagte Sara. Deshalb bin ich ja da. „Was meinst du damit,“ fragte John wieder irritiert. „Warum bist du da?“ „Ach John, überfordere dich jetzt nicht, genieße doch den Moment, den du gerade erfahren hast, es geht für dich noch viel weiter, lass einfach zu, dass das Schicksal gerade mit dir was ganz besonderes vor hat.“

Plötzlich sah John in Sara eine ganz andere Frau, er sah Katharina, er starrte sie an und konnte es kaum fassen. Er erinnerte sich soeben an das, was damals geschah, er hatte es doch auch eben gesehen. Er erschrak und fing zu weinen an. „Katharina, Sara, ich fühle gerade einen unglaublichen Schmerz.“ John setzte sich auf den Wiese und ließ seinen Tränen freien Lauf. Er weinte und weinte und hörte nicht mehr auf. Sara setzte sich zu ihm und hielt seinen Kopf, sie küsste seine Tränen, die wie kleine Wasserfälle an seinen Wangen herunterliefen. Sie drückte ihn an sich und hielt ihn ganz ganz fest, langsam konnte er entspannen. Keiner sagte ein Wort, sondern sie hielten einander nur fest. Langsam schaute John Sara wieder in die Augen und berührte mit seiner rechten Hand ihre Schläfen, strich über ihr Haar und nahm seinen linken Zeigefinger und strich über ihre geschwungenen Lippen, die so prall anschwellten, dass er für einen Moment daran dachte, sie zu küssen. Doch irgendetwas hielt ihn davon ab. Er dachte bei sich, was mache ich hier, Sara ist sicher nur ein Traum, alles ist nur ein Traum, irreal, verrückt, er wird langsam verrückt, dachte er nun und spürte, wie sein Verstand tatsächlich zu rebellieren anfing.

Doch plötzlich beugte sich Sara zu ihm nach vorne und küsste ihn ganz sanft und drückte sich an ihn. Er ließ es geschehen, obwohl er eben noch davonlaufen wollte, nun war er wie gebannt und spürte, wie ein Schauer seinen Rücken herunterlief. Sara öffnete langsam ihren Mund und küsste erst seine Oberlippe, dann seine Unterlippe, dann seine rechte Wange und seine Stirn. An der linken Wange hielt sie sich eine Weile auf und küsste sie als wäre sie eine süße Pfirsich, in die sie hineinbeißen wollte. John hielt ganz still, er spürte, wie sein ganzer Körper kribbelte und konnte nicht anders als sie nun einfach noch mehr an sich zu ziehen und seinen Mund auf den ihren zu pressen, doch plötzlich sagte sie: „Stopp“ und rückte von ihm weg. John schaute sie einen Moment irritiert an und ließ sich aber nicht abhalten, er küsste sie wieder auf den Mund und sie versuchte noch einmal etwas zu sagen, doch sie bemerkte, dass John in eine Ekstase verfiel, die sie einfach verstummen ließ.

John hatte mit seinem tränenüberströmten Gesicht auch das ihre nun völlig befeuchtet und schmeckte seine eigenen salzigen Tränen auf der Zunge. Als er sie küsste vernahm auch sie den salzigen Geschmack, den er ihr schenkte. John und Sara küssten sich als hätten sie noch nie in ihrem Leben so etwas erlebt. Eine Weile verging und Johns Gesicht war getrocknet, doch das Salz war noch überall zu schmecken. Sara löste sich langsam von seinem Gesicht und küsste seinen Hals, seinen Nacken und zog ihm das T-shirt aus, sie glitt mit ihren Lippen über seine Schultern während er seine Hände auf ihren Rücken legte. Langsam glitt er hinunter auf ihren Po-Ansatz und einen Moment hielt er inne, da sie zuckte … doch als sie wieder ganz ruhig atmete drückte er ihren Po fest an seinen Schoß. Da beide noch standen, zog er sie langsam auf die Wiese. Sara legte sich auf den Rücken und John beugte sich über sie. Er zog ihr Sommerkleid aus, das diesmal von grüner Farbe war und fast wie ein Teil der Wiese aussah … er bemerkte, dass ihre Haut weich wie Samt und Seide war und streichelte ihren Bauch, küsste sie auf ihren Hals und legte sich auf sie. Sara seufzte und John versank in eine süße Trance der Lust. Das Gras der Wiese war so hoch, es war Spätsommer und die Wiese schien lange nicht gemäht worden zu sein, so dass sie wie in einen Graskranz eingebettet waren. Sara öffnete Johns Jeans und zog sie ihm aus sowie auch seine Turnschuhe. Sie hatte schon ihre Sandalen abgestreift und glitt dann mit ihren Füßen über seine Waden. Es trennte ihre beiden Körper nur noch ein paar Baumwollteile, die jeder für sich nun auszog, um die Wärme und Energie des anderen Körpers vollkommen in sich aufnehmen zu können. John drang langsam in Sara ein und fühlte eine Kraft und einen Sog, der ihn in sich selbst hinabzog. Er war wie in Trance und hatte im wahrsten Sinne des Wortes das Gefühl von „Einssein“, wie noch nie zuvor in seinem Leben.

Sein ganzer Körper schauerte und doch war er kraft- und machtvoll wie ein Löwe. Sara ließ es geschehen und lächelte ihn nur an. Es war, als sei sie nach Hause gekommen. Ihr war nichts fremd und John empfand ebenso. Als hätten sie sich schon ewig gekannt und gewusst, wie es sein würde. John und Sara sprachen kein Wort, sondern tauchten in eine Welt der Gefühle, die sie wiederentdeckten, als hätten sie sie beide vor langer langer Zeit begraben. 

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